Top

Meditation: Richtig sitzen

Sitzhaltungen

Wer mit dem Meditieren beginnen möchte, sieht sich gleich zu Beginn mit einer wichtigen Frage konfrontiert: Wie sitze ich richtig? Es gibt eine Vielzahl an Sitzhaltungen, die sich jedoch nicht alle für jeden von uns gleichermaßen eignen. Störende Gefühle oder aufkommende Verspannungen durch eine falsch gewählte Sitzhaltung können die Meditation beeinflussen und die Aufmerksamkeit ablenken. Daher ist es wichtig, vorab unterschiedliche Haltungen auszuprobieren, um herauszufinden, welche für einen die Angenehmste ist.

Stuhlsitz

Die Meditation auf einem Stuhl ist vor allem für Personen gut geeignet, die Probleme mit ihren Knien, ihrem Iliosakralgelenk oder generell mit ihrer Gelenkigkeit haben und deshalb die anderen Sitzhaltungen nicht einnehmen können. Der Stuhl sollte einen festen Stand auf dem Boden haben. Deshalb sind rollende Stühle für diese Sitzhaltung auch nicht zu empfehlen.

Durchführung: Setze dich mit einem Drittel deines Gesäßes auf den Stuhl. Dies ist wichtig, da der Rücken keinen Kontakt zur Lehne haben sollte. Achte darauf, dass beide Füße parallel zueinander stehen. Richte deinen Rücken vom Becken her auf, sodass eine gerade Sitzhaltung entsteht. Die Hände kannst du auf deine Knie bzw. Beine ablegen.

Halber Lotus

Der halbe Lotussitz ist für Personen geeignet, die schon über eine gewisse Gelenkigkeit im Becken sowie in den Beinen und Füßen verfügen, den vollen Lotus jedoch noch nicht ausführen können. Wer Probleme mit seinem Iliosakralgelenk oder dem unteren Rücken hat, sollte vorher unbedingt einen Arzt konsultieren, bevor er diese Sitzhaltung ausübt. Gerade für Anfänger ist ein kleines Sitzkissen als Sitzunterlage von Vorteil. Der halbe Lotus kann jedoch auch komplett ohne Hilfsmittel durchgeführt werden.

Durchführung: Setze dich auf ein kleines Sitzkissen und strecke beide Beine aus. Achte dabei darauf, dass ein Winkel von ca. 45 Grad entsteht. Ziehe nun dein linkes Bein zu dir heran, sodass der linke Fuß die Innenseite deines rechten Oberschenkels berührt. Das rechte Bein bleibt weiterhin ausgestreckt. Ziehe nun das rechte Bein zu dir heran und lege den rechten Fuß auf den linken Oberschenkel. Du kannst die beschriebene Abfolge auch seitenverkehrt durchführen. Wichtig ist, dass danach beide Knie den Boden berühren. Dies sollte aber mithilfe des Sitzkissens kein Problem darstellen. Richte nun deinen Rücken vom Becken her auf, sodass eine gerade Sitzhaltung entsteht. Die Hände kannst du auf deine Knie bzw. Beine ablegen.

Der halbe Lotussitz ist eine super Vorbereitung auf den vollen Lotus, da er die Beweglichkeit trainiert.

Voller Lotus

Der volle Lotus ist sicher die schwierigste aller Sitzhaltungen. Er erfordert ein hohes Maß an Gelenkigkeit und Flexibilität und sollte daher nur ausgeführt werden, wenn dies die körperliche Konstitution auch zulässt. Ansonsten kann die Gelenkigkeit mit bestimmten Übungen oder dem halben Lotussitz antrainiert werden. Der volle Lotus sollte auch nur dann praktiziert werden, wenn sich nach längerer Zeit des Sitzens keine unerwünschten Symptome bzw. Missempfindungen einstellen. Wie schon beim halben Lotus ist auch hier eine kleine Sitzunterlage von Vorteil.

Setze dich auf ein kleines Sitzkissen und begebe dich zunächst in den Schneidersitz. Lege nun den rechten Fuß auf den linken Oberschenkel. Anschließend kannst du deinen linken Fuß auf deinen rechten Oberschenkel legen. Wichtig dabei ist, dass beide Knie den Boden berühren. Dies sollte aber mithilfe des Sitzkissens kein Problem darstellen. Richte nun deinen Rücken vom Becken her auf, sodass eine gerade Sitzhaltung entsteht. Die Hände kannst du auf deine Knie bzw. Beine ablegen.

 

Sitzkissen als Hilfsmittel

Die Auswahl an Meditationssitzkissen ist inzwischen riesig. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in ihrem Durchmesser, der Höhe, der Farbe und im verwendeten Material. Bei der Farbwahl entscheidet natürlich der persönliche Geschmack, es ist jedoch empfehlenswert, keine allzu grelle Farbe zu wählen, sondern auf Exemplare in bedeckteren Farben zurückzugreifen. Ein wichtiger Faktor, der beim Sitzkissenkauf berücksichtigt werden sollte, ist die eigene Körpergröße. Große Personen (über 1,80 m) sollten eher zu höheren Meditationssitzkissen greifen, während kleinere Personen mit kleinen bis mittelgroßen Kissen gut beraten sind. Im Folgenden listen wir euch einige Sitzkissen auf, die zum Meditieren gut geeignet sind.

Kleine bis mittelgroße Sitzkissen:

Große Sitzkissen:

 

Quellen

Internet:

  • Lotuscrafts. Die richtige Kissenhöhe. Kein Datum. http://www.lotuscrafts.eu/die-richtige-kissenhoehe
Tobias

„Du bist deine eigene Grenze, erhebe dich darüber“ (Hafis)

Kommentar

  • Wolfgang Schultz-Zehden
    24. April 2018 um 0:22

    Was heißt hier richtig sitzen ? Du sitzt dann richtig wenn dein Herz und rücken gemeinsam im lot eine energielinie bilden :))

Schreibe einen Kommentar