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9 Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

Don’t just look, observe.

Don’t just swallow, taste.

Don’t just sleep, dream.

Don’t just think, feel.

Don’t just exist, live.

Die Achtsamkeit spielt eine zentrale Rolle für unsere körperliche und seelische Gesundheit. Leider ist sie in unserer Gesellschaft, und ganz besonders im Trubel des Alltags, inzwischen zu einem Luxusgut geworden, das sich kaum noch jemand leisten kann. Während wir als Kinder noch ganz automatisch jeden Augenblick in purer Achtsamkeit erlebten, werden wir heute aus allen Richtungen mit Informationen bombardiert, sodass es fast unmöglich ist, sich auf sich selbst zu konzentrieren und wirkliche Achtsamkeit zu erfahren. Familie, Freunde und unser Arbeitgeber nehmen unsere Aufmerksamkeit in Anspruch und möchten, dass wir ihre Themen gemeinsam mit ihnen bearbeiten; darüber hinaus liefern Instant Messenger, Fernseher, Radio und Internet Informationen in einer Menge, die wir gar nicht richtig verarbeiten können. Resultat: Stress! Dass dieser einer der wichtigsten Auslöser für chronische Krankheiten sein kann, ist inzwischen bekannt.

Glücklicherweise gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, das unbeschwerte Gefühl aus Kindheitstagen und die natürliche Achtsamkeit zurück zu gewinnen. Die folgenden 9 Tipps für mehr Achtsamkeit helfen mir dabei, mehr Bewusstheit in meinen Alltag zu bringen – ich hoffe, sie inspirieren dich und geben dir die Möglichkeit, dem Hamsterrad für ein paar wertvolle Augenblicke zu entfliehen.

  1. Nutze in der ersten Stunde am Morgen und in der Stunde vor dem Zubettgehen kein Smartphone und verzichte in dieser besonderen Tageszeit auch sonst möglichst auf jede Art von Ablenkung – nutze stattdessen die freie Zeit, um dich bewusst wahrzunehmen und achtsam in dich selbst hinein zu lauschen.
  2. Meditation – je nach Zeit und Vorliebe kann morgens und/oder abends meditiert werden. Gedanken und aufkommende Gefühle bewusst wahrnehmen – oft enthalten diese wichtige Botschaften für uns, die wir im Alltag allzu leicht überhören. Achtsamkeit, die in Form der Meditation praktiziert wird, kann also auch helfen, wenn wir einmal nicht weiter wissen. Die Achtsamkeit hilft uns bei der Sinnsuche! Abgesehen davon hilft sie dabei, einen Gang herunterzuschalten, sie wirkt entspannend und lässt uns am Morgen mit mehr Energie in den Tag starten und am Abend besser schlafen.
  3. Widme jeder Tätigkeit im Alltag deine volle Konzentration: Kochen, essen, duschen, telefonieren, aufräumen, sporteln, spazieren gehen, Zettelwirtschaft sortieren, etc. Versuche, jede scheinbar noch so unbedeutende Tätigkeit achtsam und voller Hingabe auszuführen. Ein berühmtes Beispiel ist das Warten an der Bushaltestelle: Das ist wertvolle Lebenszeit, die nur so an uns vorüberzieht, wenn wir sofort das Smartphone zücken, anstatt uns auf den Moment zu besinnen, uns selbst und unsere Umgebung aufmerksam wahrzunehmen. In dieser unscheinbaren Situation sind zahlreiche Möglichkeiten verborgen, mehr über uns selbst zu erfahren – nutzen wir sie!
  4. Journaling: Ein unglaublich mächtiges Mittel, um achtsamer zu leben! Journaling bedeutet, dass du deine Gedanken und Gefühle aufschreibst. Wichtig: Bitte nicht ins Smartphone oder Tablet tippen! Besorge dir lieber ein schönes Notizbuch (Journal) und schon kann es losgehen. Notiere gleich morgens deine Intentionen für den bevorstehenden Tag. Wie fühlst du dich? Spüre in dich hinein und schreibe auf, wofür du dankbar bist. Frage dich auch, was dich nervös macht, wovor du Angst hast. Schreibe abends dann auf, was der Tag gebracht hat, welche Wünsche sich erfüllt haben, was besser lief als gedacht. Was hat der Tag dich gelehrt? Das Festhalten unserer Gefühle und Gedanken auf Papier ist unglaublich effektiv, wenn man achtsamer leben möchte und beflügelt darüber hinaus auch unsere Intuition und Kreativität: Das Journaling ist eine fantastische Möglichkeit, unsere rechte Gehirnhälfte anzusprechen, die wir im Alltag als logisch-analytisch denkende Wesen eher vernachlässigen.
  5. Yoga: Es gibt für mich keinen Tag, an dem ich kein Yoga übe. Es vereint Körper, Seele und Geist, lässt uns entspannen und macht unsere Wahrnehmung feiner, wodurch es auch dazu beiträgt, dass es uns leichter fällt, achtsam durch den Alltag zu gehen.
  6. Etwas Neues wagen: Du möchtest ein Buch schreiben, einen Blog starten, verreisen, dich für den neuen Job bewerben? Dann los – raus aus dem Alltagstrott, in dem wir wie Roboter funktionieren, anstatt wirklich zu leben! Starten wir etwas Neues und Unbekanntes, wird unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch genommen. Wir leben automatisch achtsamer, weil wir neue Wege gehen, die mit Prozessen verbunden sind, die wir noch nicht kennen. Die Wahrscheinlichkeit, auf neuen Wegen Fehler zu machen, ist größer als in der wohlbekannten Routine. Andersherum steigt unsere Euphorie darüber, dass wir uns auf das „Abenteuer“ einlassen – Konzentration und Achtsamkeit ahoi! 😉
  7. Atme bewusst – falls du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest, geht es hier zu meinem Beitrag über eine gesunde Atmung. Unsere Atmung hat großen Einfluss darauf, wie wir uns und die Umgebung wahrnehmen. Tiefe und ruhige Atemzüge bewirken, dass wir uns selbst und unser Umfeld viel bewusster wahrnehmen. Entsprechend ist unsere Atmung ein einfaches wie wirkungsvolles Instrument, um achtsam im gegenwärtigen Moment zu verweilen.
  8. Sei präsent: Konzentriere dich in Unterhaltungen voll und ganz auf dein Gegenüber. Das hört sich leichter an, als es ist! Manchmal juckt es einfach in den Fingern und man möchte zum Smartphone greifen – ein Prozess, den wir kaum noch richtig wahrnehmen. Wenn ihr euch dabei ertappt, nehmt euch eine Sekunde und fragt euch ehrlich, ob das nun wirklich sein muss. Das gilt für jede Situation, in der ihr zum Handy greifen möchtet – ganz besonders aber in Gesprächen mit anderen Personen.
  9. Wenn du (starke) emotionale Regungen verspürst, versuche nicht, sie zu ignorieren. Erlaube dir, deine Gefühle zu beobachten und dich mit ihnen zu beschäftigen. Insbesondere negative Emotionen möchten wir normalerweise lieber verdrängen, anstatt sie zuzulassen und sie aktiv zu fühlen. Auch das ist jedoch eine wichtige Lektion in Sachen Achtsamkeit: Dass wir uns die Zeit nehmen, unsere Gefühle wahrzunehmen, sie genau zu beobachten und uns ehrlich mit ihnen auseinanderzusetzen (mehr über die Notwendigkeit, sich das Fühlen zu erlauben, kannst du hier lesen).

Wer tiefer in dieses Thema eintauchen und noch mehr Tipps zum Thema Achtsamkeit verinnerlichen möchte, dem möchten wir folgendes Buch empfehlen:

Gibt es Tipps für mehr Achtsamkeit, die dein Leben positiv verändert haben? Dann teile sie gerne in den Kommentaren!

Diana

„What you seek is seeking you“ (Rumi)

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