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Wie du mit Aktivkohle entgiften kannst

Um Aktivkohle ist in der letzten Zeit ein richtiger Hype aufgrund ihrer entgiftenden, gesundheitsfördernden und schönheitserhaltenden Eigenschaften ausgebrochen. Ich selbst habe Aktivkohle mehrere Monate lang verwendet und möchte euch einen kleinen Überblick über das wiederentdeckte Heilmittel aus alten Zeiten geben. Im Kern soll es darum gehen, wie man mit Aktivkohle entgiften kann und was dabei beachtet werden sollte. Also, los geht’s…

Was ist Aktivkohle?

Aktivkohle, auch medizinische Kohle genannt, ist ein sehr altes Heilmittel, das schon in früheren Kulturen hergestellt und verwendet wurde. Sie wird unter anderem aus Torf, Holz, Nussschalen, Braun- und Steinkohle gewonnen. Aktivkohle besteht fast ausschließlich aus Kohlenstoff und weist eine großporige Struktur auf. Unter dem Mikroskop betrachtet, sieht sie deshalb schon fast so aus wie ein Schwamm mit großen Löchern. Diese Besonderheit erklärt auch die herausragende entgiftende Wirkung: Gift- und Schadstoffe kann Aktivkohle problemlos „aufsaugen“ und an sich binden.

In der Medizin kommt Aktivkohle bei akuten Vergiftungen, die den Magen-Darm-Trakt betreffen, zum Einsatz. Das ist wichtig zu wissen, denn Aktivkohle wirkt nur lokal im Verdauungstrakt und kann die Darmwand nicht passieren und in das Blut übergehen – somit hat Aktivkohle auch keinen entgiftenden Effekt auf das Bindegewebe oder das Nervensystem. Um dies zu erreichen, müssen weitere Entgiftungsmittel, wie beispielsweise MSM, Bärlauch, Koriander oder Alpha-Liponsäure, eingenommen und mit der Aktivkohle kombiniert werden. Welche Kombinationen aus Entgiftungsmitteln sinnvoll sind, werde ich in einem anderen Artikel erläutern.


Wie muss Aktivkohle eingenommen werden?

Falls Medikamente eingenommen werden, ist zu beachten, dass Aktivkohle nicht nur Gift- und Schadstoffe bindet, sondern auch die Wirkung von Medikamenten beeinträchtigen kann. Es ist also wichtig, Aktivkohle nicht zusammen mit Medikamenten einzunehmen. Ebenso kann Aktivkohle Nährstoffe und Spurenelemente aus der Nahrung absorbieren, weshalb ausreichend Zeit zwischen der Nahrungsmittelaufnahme und der Einnahme von Aktivkohle liegen sollte.

Als Faustregel kann man sich merken, dass Aktivkohle entweder 30 Minuten vor einer Mahlzeit bzw. Medikamenteneinnahme oder zwei Stunden danach eingenommen werden sollte.

Gibt es Nebenwirkungen durch die Einnahme von Aktivkohle?

Generell sind keine negativen Effekte zu erwarten. Was in seltenen Fällen allerdings durchaus einmal vorkommen kann, sind Verstopfungen. Es ist also empfehlenswert, im Zeitraum, in dem man mit Aktivkohle entgiften möchte, vermehrt Wasser und Tee zu trinken, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Bei extremer Überdosierung kann es zu einem Darmverschluss kommen.

Eigene Erfahrungen mit Aktivkohle

Im Rahmen meiner mehrjährigen Entgiftung aufgrund einer chronischen Quecksilbervergiftung habe ich natürlich auch Aktivkohle verwendet, um die im Darm befindlichen Rückstände zu binden. Anstatt Pulver habe ich lieber Kapseln à 145 mg Aktivkohle verwendet. Das hat mir persönlich die Dosierung und Einnahme erleichtert; hier können die Vorlieben sich jedoch unterscheiden, sodass jeder für sich selbst entscheiden sollte.

Meine Aktivkohle-Kur begann ich mit einer relativ hohen Dosis, da ich durch Laboruntersuchungen wusste, dass in meinem Darm Unmengen an Quecksilber und weiteren Gift- und Schadstoffen vorhanden waren. Ich habe insgesamt 10 Kapseln am Tag zu mir genommen, was einer Tagesdosis von 1,45 Gramm Aktivkohle entsprach. Die Aktivkohle habe ich jeweils eine halbe Stunde vor dem Frühstück und vor dem Abendbrot zu mir genommen (aufgeteilt auf 2×5 Kapseln). Natürlich habe ich dabei stets darauf geachtet, viel gesundes und reines Quellwasser zu trinken, was im Rahmen einer Entgiftung ohnehin zwingend erforderlich ist, wenn man tatsächliche Erfolge erzielen möchte.

Eine Veränderung bemerkte ich schon nach wenigen Tagen, denn mein gestresster und geschädigter Darm normalisierte sich langsam. Das bedeutet: Ich hatte am Tag (und insbesondere nach dem Essen) nicht mehr einen so extrem aufgeblähten Bauch, der durch die vorhandenen Giftstoffe entstand. Ich fühlte mich insgesamt wohler und auch die zeitweise sehr starken Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen verschwanden. Natürlich ist hier auch noch anzumerken, dass ich zusätzlich zur Aktivkohle auch noch weitere Mittel eingenommen habe. Es handelte sich dabei um Pro- und Prebiotika, hochdosiertes Vitamin C (2 Gramm pro Tag), Antioxidantien und MSM zur Ausleitung von Quecksilber und weiteren Giftstoffen aus dem Bindegewebe und dem Nervensystem. Dennoch hat mir die Aktivkohle sehr gut getan. Das habe ich daran gemerkt, dass ich wieder starke Symptome bekam, sobald ich die Einnahme versäumte.

Die Kur habe ich insgesamt für ca. 3 Monate durchgeführt. Danach habe ich wieder auf Chlorella als bindende Substanz für den Darm gewechselt. Durch die Einnahme beider Entgiftungsmittel kann ich einen guten Vergleich ziehen. Mir persönlich hat Aktivkohle besser gefallen, da ich bei Chlorella nach der Einnahme immer das Gefühl hatte, einen Stein im Bauch zu haben.

Schreibt mir gerne eure Erfahrungen mit Aktivkohle in die Kommentare. Ich bin gespannt!


Tobias

„Du bist deine eigene Grenze, erhebe dich darüber“ (Hafis)

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