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MSM: Ein starkes Entgiftungsmittel

MSM begegnete mir zum ersten Mal im Rahmen meiner eigenen Entgiftung. Da ich alles Mögliche versuchte, um quecksilber- und giftstofffrei zu werden, beschloss ich, mich auch mit dieser Substanz näher zu beschäftigen.

Was ist MSM?

MSM ist eine Abkürzung, die für Methylsulfonylmethan steht. Dieser chemische Begriff bezeichnet einen Stoff, der für unseren Körper essentiell und somit lebensnotwendig ist – es handelt sich um organischen Schwefel.

Schwefel ist in unserem Körper an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und kommt am häufigsten im Bindegewebe, im Knorpel und in den Haaren vor. Es befindet sich ca. vierzigmal mehr Schwefel als Eisen in unserem Körper. Normalerweise nimmt der Mensch ausreichend Schwefel über die Nahrung auf. Große Schwefellieferanten sind pflanzliche und tierische Lebensmittel wie beispielsweise Eier, Nüsse, Knoblauch, Bärlauch, Zwiebeln, Fleisch und Fisch. Durch die hochindustrielle Nahrungsverarbeitung, aufgrund einer Mangelernährung oder durch bestimmte gesundheitliche Probleme, kann der Mensch allerdings auch leicht in einen Schwefelmangel geraten. Da Schwefel einen sehr starken Einfluss auf das körpereigene Entgiftungssystem hat, kann ein Schwefelmangel die Ausscheidung von Schwermetallen und anderen Giftstoffen blockieren.


Entgiftende Wirkung von MSM

MSM wird heutzutage von vielen Therapeuten bei der Ausleitung von Schwermetallen und anderen Giftstoffen eingesetzt, da es eines der stärksten Entgiftungsmittel überhaupt ist. MSM hat außerdem den Vorteil, dass es hirngängig ist. Das bedeutet, dass es die Bluthirnschranke überwinden und somit auch für eine Entgiftung des Gehirns sorgen kann, was sonst nur bei wenigen Mitteln der Fall ist.

Organischer Schwefel erhöht die Durchlässigkeit der Zellmembrane. Dadurch wird der Abtransport eingelagerter Schwermetalle und anderer Giftstoffe verbessert. Gleichzeitig erhöht sich die Aufnahme von Mikronährstoffen, die in der Zelle benötigt werden. MSM hat die Fähigkeit, die Lebensdauer von Vitaminen und Spurenelementen zu erhöhen. Dies hat ebenfalls einen positiven Effekt auf die Entgiftung. Weiterhin wirkt MSM als Antioxidans, macht freie Radikale unschädlich und trägt somit zum Erhalt der Zellen bei.

Weitere Vorteile von MSM

MSM hat neben der stark entgiftenden Wirkung auch noch weitere Vorteile, die im Folgenden aufgeführt werden:

  • Lindert bzw. beseitigt Schmerzen (vor allem Gelenk- und Rückenschmerzen)
  • Reduziert bei regelmäßiger Einnahme Allergie-Symptome
  • Stärkt den Magen-Darm-Trakt
  • Hilft gegen Pilz- und Parasiteninfektionen
  • Wirkt stark entzündungshemmend
  • Verbessert die Wundheilung
  • Stärkt das Immunsystem
  • Hilft bei Muskelverletzungen
  • Verbessert die Regeneration von Muskeln (daher für Sportler interessant)
  • Hemmt Krebszellen am Wachstum
  • Stärkt Haut, Nägel und Haare
  • Steigert die Energieproduktion

Methylsulfonylmethan kann also sehr vielseitig eingesetzt werden.

Wann sollte MSM nicht eingenommen werden?

Es ist zu beachten, dass, solange der Körper noch einer Expositionsquelle von Schwermetallen oder Giftstoffen ausgesetzt ist, MSM nicht zugeführt werden sollte. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man sich durch die entstehende Mobilisierung bzw. Freisetzung dieser Stoffe erneut vergiftet. Ein Beispiel für eine vorhandene Expositionsquelle wäre, dass sich noch Amalgamfüllungen in den Zähnen befinden. In diesem Fall sollte auf eine Zufuhr von Methylsulfonylmethan verzichtet werden.

Generell kann MSM aber bedenkenlos eingenommen werden, da, außer Entgiftungserscheinungen, keine Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Was ist beim Kauf von MSM zu beachten?

Die Qualität spielt bei Methylsulfonylmethan eine große Rolle. Oft werden den Produkten Zusatzstoffe beigemischt. Diese sollen das Produkt konservieren oder das Pulver daran hindern, zu verklumpen. Da diese Zusatzstoffe einen negativen Einfluss auf unseren Körper und unsere Gesundheit haben können, empfehlen wir ausschließlich reines MSM in Kapsel- oder Pulverform zu erwerben. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit diesem Produkt gemacht. Es enthält zusätzlich noch einen kleinen Anteil an Molybdän, was die Aufnahme und Verfügbarkeit von MSM verbessert. Wer mag, kann natürlich auch reines Pulver erwerben. Hier ist allerdings zu beachten, dass der Geschmack von Schwefel nicht sonderlich gut ist 😉

Eigene Erfahrungen mit MSM

Durch meine Recherchen war mir bewusst, dass organischer Schwefel ein sehr starkes Entgiftungsmittel ist. Daher begann ich meine Supplementierung mit einer niedrigen Dosis. Ich nahm jeden morgen eine Kapsel, die 500mg MSM enthielt. Schon kurze Zeit nach der Einnahme bemerkte ich, wie ich wacher bzw. aufnahmefähiger wurde. Nach einer Woche entschied ich mich dazu, die Dosis langsam zu steigern. Ich nahm also anstatt einer Kapsel pro Tag nun insgesamt drei – sprich 1,5 Gramm MSM.

Diesmal merkte ich jedoch deutliche Entgiftungsreaktionen, die wirklich nicht angenehm waren. Zum einen bekam ich starken Kopfdruck bzw. Kopfschmerzen, ein starkes Krankheitsgefühl (ähnlich Grippe) und sehr unreine Haut. Außerdem blockierten mir ständig – ohne mein Zutun – bestimmte Wirbelsegmente. Dies geschah meist ca. 30 Minuten nach Einnahme der Kapsel. Da anscheinend zu viele Schwermetalle bzw. Gifte auf einmal mobilisiert wurden, habe ich die Dosis auf zwei Kapseln pro Tag reduziert und die bindenden Mittel, die ich zudem noch einnahm, erhöht. Dadurch verbesserten sich die Symptome auf ein erträgliches Maß. Zu den bindenden Mitteln gehörte unter anderem Chlorella.

Diese Dosierung habe ich nun über einen längeren Zeitraum eingehalten. Nach ca. drei Monaten merkte ich dann eine weitere Verbesserung. Meine Verdauungsprobleme, die bis dahin hatte, verschwanden langsam. Insgesamt habe ich MSM über einen Zeitraum von ca. sechs Monaten eingenommen und muss sagen, dass die entgiftende Wirkung schon phänomenal war. Die Untersuchungen meines Heilpraktikers bestätigten mir die positiven Effekte.

Ich rate jedem, der mit MSM entgiften möchte, einen fachkundigen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen. Zwar kann man auch auf eigene Faust entgiften – sicherer ist es jedoch, wenn jemand ein Auge darauf hat. Auch muss immer beachtet werden, unter welchen Voraussetzungen entgiftet wird. Bei mir lag eine chronische Quecksilbervergiftung vor, die ohnehin sehr komplex ist, sodass noch weitere Aspekte berücksichtigt werden mussten, um einen nachhaltigen Erfolg zu garantieren.


Quellen

Internet:

  • Selbstheilung Online. MSM – Warum wir organischen Schwefel brauchen. Kein Datum. http://schwefel.koerper-entgiften.info/

Bücher:

  • Liebke, F. (2016). MSM – eine Supersubstanz der Natur: Hilfe bei Schmerz, Entzündung und Allergie. Kirchzarten: VAK Verlags GmbH.
  • Mutter, J. (2012). Lass dich nicht vergiften!: Warum uns Schadstoffe chronisch krank machen und wie wir ihnen entkommen. München: Gräfe und Unzer Verlag GmbH.
  • Mutter, J. (2013). Amalgam – Risiko für die Menschheit: Quecksilbervergiftungen richtig ausleiten. Weil der Stadt: NaturaViva Verlags GmbH.
Tobias

„Du bist deine eigene Grenze, erhebe dich darüber“ (Hafis)

Kommentare:

  • ankara gezilecek yerler
    31. Oktober 2017 um 14:32

    Toller Artikel. Vielen Dank.

  • Kaorin
    30. November 2017 um 23:02

    Hi!

    Danke für den tollen Artikel.

    Ich entgifte ebenfalls seit gut einem Monat mit MSM. Auch habe ich sehr unreine Haut bekommen. Ich würde sogar sagen eine leichte Akne :-(.
    Wie lange hat dieser Zustand bei dir angehalten?
    Ist dies ein Zeichen, dass ich reduzieren sollte?

    Liebe Grüsse
    Kaorin

  • Simone
    21. Juni 2018 um 22:11

    Hallo Tobias,

    ich nehme nun erst 2 Tage jeweils 2 mg MSM und nun startet schon ein unangenehmes Krankheitsgefühl; es fühlt sich an, als bekäme ich noch jeden Moment Schüttelfrost. Unter meiner Haut um meine Hüfte und am Rücken schmerzt es regelrecht. Der Schmerz ist wirklich direkt unter der Haut. Ich bin Rheumatikerin, aber an den Stellen sind mir bisher keine Entzündungen bekannt. Nur Fuß und Hand und nur Wichteile wie Sehnen usw.
    Hattest du auch solch Schmerzen? Bist du ohne Schmerzmittel da durch? Ich wollte eigentlich kein Schmerzmittel nehmen, denn das ist ja auch wieder im Grunde ein Gift. Also sehe ich so.
    Vielleicht sollte ich in der Tat diese Entgiftung nicht einfach alleine machen.
    Wie lange hat dich dieses Krankheitsgefühl begleitet?

    Liebe Grüße von
    Simone

  • Dörte
    15. März 2019 um 7:17

    Guten Morgen.
    Ich nehme msm jetzt seit 14 Tagen in einer empfohlenen Dosierung von 2 kapseln tägl. ein. In der 2. Woche stellten sich Juckreiz der Haut und extremer hautausschlag am ganzen Körper mit Brennen und hitze der betroffenen stellen ein. Ausserdem Schüttelfrost und krankheitsempfinden ähnlich einer Grippe. Darauf habe ich die Dosierung auf 1 Kapsel/ Tag reduziert. Trotzdem verschwinden die Symptome nicht. Ich gehe davon aus, dass ich mich in der Entgiftungsphase befinde? Und nicht allergisch darauf reagiere. Bin ein klassischer Heuschnupfen-patient und wollte deshalb mal mit msm arbeiten. Wie lange könnte mein jetziger Zustand anhalten? Oder wäre ein Abbruch der Therapie wieder anzuraten?

    Lg Dörte

      • Dörte
        16. März 2019 um 9:45

        Danke für deinen Ratschlag. Nach einer schlaflosen Nacht, in der ich von extremen Schüttelfrost und extremen Gelenkschmerzen (es war als ob ich mich verlegen habe bzw. mir in die Rippen getreten wurde) werde ich mir mal die besagten Mitte besorgen. Vielleicht schaffe ich es beruflich bedingt auch nächste Woche mal kurz zu meiner hausärztin. Mal seh’n, was die sagt.
        Ich hab schon einige sichtbare Erfolge bei meiner Haut und auch im Verlauf meines Heuschnupfen s erzielt und möchte eigentl.die Therapie nicht gleich abbrechen.
        Allerdings fühle ich mich im Moment äusserst schlecht.

        Vielen Dank
        LG Dörte

  • Alexandra
    10. April 2019 um 10:56

    Hallo Tobias,
    auch ich leider unter einer Schwermetallvergiftung und habe im Januar angefangen MSM zu nehmen. Am Anfang ging wirklich nur eine Messerspitze, mittlerweile bin ich bei einem halben Teelöffel dreimal pro Tag angekommen. Nachts schwitze ich manchmal sehr stark und meine Haut auf dem Rücken fängt, nachdem ich abends vor dem Schlafengehen auch noch Zeolith zum Binden der Giftstoffe nehme, an zu jucken. Im Gesicht habe ich im Moment sehr unreine Haut. Sind das alles Entgiftungssymptome? Ich nehme außerdem noch Calcium/Magnesium, Süßholzwurzel und ab und zu Darmbakterien. Ich hoffe so sehr, dass ich eines Tages wieder ganz gesund bin.
    Liebe Grüße
    Alexandra

  • Tina
    28. April 2019 um 3:11

    Hallo Tobi,

    ich nehme MSM erst in Kapselform jetzt seit ca. 1,5 Jahren etwas höher dosierter ca. 3-5 g täglich in Pulverform seit ca. 2 Jahren. Ich bin chron. krank, durch Autounfall Reizdarm + HWS-Schadigung und dann nach und nach div. Allergien und allerg. Athma ganjährig. Ich denke, dass ich auch durch SD-Unterfunktion und seit ca. 45 Jahren schlechte Ernährung jetzt zu dem Punkt gekommen bin meien Ernährung seit über 8 Wochen extrem zu ändern – gar keine Milchrprodukte mehr, wenig Salz + Zucker, viel Grün, etwas Fleisch und Fisch ca. 1 x die Woche, wenig Gluten, viel Nüsse, Datteln. Seit 2 Jahren hab ich Hautprobleme, teilweise von einem auf den anderen Tag mit Verbesserung oder Verschlechterung, bin auch mit 47 in Wechsel, das kommt auch noch hinzu. Da ich neben Vit. D3, Magn, Zink + Selen, jetzt auch Gerstengraspulver – lasse ich auslaufen, da ich den Reshi Pilz entdeckt habe, frage ich mich ob mein MSM nicht zu viel des Guten ist, da

    … MSM wird heutzutage von vielen Therapeuten bei der Ausleitung von Schwermetallen und anderen Giftstoffen eingesetzt, da es eines der stärksten Entgiftungsmittel überhaupt ist. MSM hat außerdem den Vorteil, dass es hirngängig ist. Das bedeutet, dass es die Bluthirnschranke überwinden und somit auch für eine Entgiftung des Gehirns sorgen kann, was sonst nur bei wenigen Mitteln der Fall ist.

    Es kann durchaus sein, dass ich eine Schwermetallvergiftung habe, deshalb mache ich dies ja, aber ich werde nicht mehr zu einem Heilpratiker gehen, die haben mir nur geschadet. 🙁 Hab nun etwas Angst, dass wie du es schon oben geschreibst, die Bluthirnschranke geöffent ist und ich mich langsam selbst vergiften könnte. Es wird immer wieder davor gewarnt, vielleicht nehme ich auch zuviel von den ganzen Suppelments (MSM hab ich anfangs wg. meiner Schulter-Arthrosen eingenommen und dann wg. meinem linken Fuss, der Gänsefuss war falsch diagnostiziert und ich habe auf jede Bewegung verzichtet, die aber leider gut gewesen wäre. Da bin ich auf das MSM vor 2 jahren gestoßen.

    Durch den Reizdarm hab ich ab und zu einen Blähbauch wenn ich einfach zuviel am Abend esse, weil die Umstellung so stark war, sonst sind die Blähungen weitgehend reduziert. Was meinst du, ist die schlechte Haut nur eine normale Entgiftung oder muss ich Angst haben, dass ich mich doch langsam vergifte? Mein Arzt hat gemeint nur ein paar Wochen MSM, aber die Arthorsen sind dauerhaft fortgeschritten, da bringen ein paar Wochen nichts. Ist leider auf Supplements nicht so gut zu sprechen.

    Wichtig zu wissen: Amalgamfüllungen wurden in der zahnklinik vor ca. 20 Jahren rausgemacht und durch Goldfüllungen ersetzt, karies war fortgeschritten. Als Jugendliche bin ich durch den Tschernobyl-Regen gewandert, ohne Wissen natürlich und ich esse gerne Meeresfrüchte (alle 3-4 Wochen)

    Was soll ich tun, auf 2 g reduzieren, macht Reshi auch seinen Teil, da er auch entgiften soll – geht alles über den Urin raus – auch die fettlöslichen Stoffe und wann vergifte ich mich wirklich? Kannst du das mir bitte erklären, lässt mir keine Ruhe mehr. 🙁 Danke schön. Tina

  • jannik
    8. Mai 2019 um 12:13

    kann mir jemand ein MSM Präperat empfehlen ? habe seit knapp 6 Monate Gelenkschmerzen und habe gelesen es soll gegen Allergien helfen stimmt das ?
    ansonsten super Beitrag

  • Bine
    31. August 2019 um 12:48

    Hallo, ich möchte gerne auch MSM nehmen, habe u.a. auch Borreliose. Allerdings muss man die gelösten Gifte doch dann mit Zeolith wieder aus dem Körper bekommen. Wer kennt sich damit aus? Mir ist wichtig, dass dieses Zeolith nicht die Wirkung der anderen Medikamente aus dem Körper schwemmt.

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