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Koriander – Entgiftung von Schwermetallen

Während meiner Krankheitszeit habe ich viele Entgiftungsmittel ausprobiert, um mich von dem Quecksilber zu befreien, das mich massiv belastet hat. Dabei stieß ich natürlich auch auf Koriander, dessen spanischer Name „Cilantro“ ist. Das Heilkraut wird von den Menschen seit Jahrtausenden für seine vielfältigen und gesundheitsfördernden Wirkungen geschätzt. Speziell in Bezug auf die Entgiftung des Körpers spielt Koriander eine wesentliche Rolle. Auf diesen Aspekt möchte ich in diesem Artikel genauer eingehen.

Wie funktioniert die Entgiftung mit Koriander?

Koriander ist ein sehr starkes Entgiftungsmittel. Er kann Schwermetalle (insbesondere Quecksilber), die im zentralen Nervensystem und anderen Körpergeweben gespeichert sind, lösen und entfernen. Zudem können seine Wirkstoffe die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Dadurch wird eine Entgiftung des Gehirns ermöglicht.

Heutzutage ist fast jeder betroffen, wenn es um Schadstoffe und Schwermetalle im Gehirn geht. In diesem Artikel habe ich bereits darüber berichtet, wie Elektrosmog den natürlichen Schutz unseres Gehirns (die Blut-Hirn-Schranke) außer Kraft setzt. Die giftigen Stoffe, denen wir täglich ausgesetzt sind, können somit nach der Aufnahme über das Blut in unser Gehirn gelangen und setzen sich dort im Fettgewebe fest. Eine Entgiftung des Gehirns ist also unumgänglich, wenn man lange gesund bleiben möchte. Aber zurück zum Thema.

Koriander gehört zu den echten Chelatbildnern (das Wort „Chelat“ entstammt der griechischen Sprache und beschreibt den Begriff des Greifens oder Klammerns). Bildlich gesehen haben die Wirkstoffe des Korianders (sog. Liganden) also die Fähigkeit, Schwermetalle wie eine Krebsschere zu greifen. Nach der Einnahme von Koriander gelangen die Wirkstoffe in das Gehirn und in andere Teile des Nervensystems. Dort lösen sie eine Öffnung der Ionenkanälchen in den Nervenzellmembranen aus. Dadurch können die in den Zellen eingelagerten Metallionen gebunden und abtransportiert werden.


Was muss bei der Einnahme von Koriander beachtet werden?

Koriander sollte nie als einziges Therapeutikum bei einer Entgiftung des Gehirns und Nervensystems eingenommen werden, sondern immer nur zusammen mit weiteren Giftstoffbindern (z.B. Chlorella und Bärlauch). Ansonsten können schwere gesundheitliche Schäden entstehen (mehr dazu im Abschnitt „Gefahren bei der Einnahme“).

Weiterhin ist zu beachten, dass ausschließlich das frische Korianderkraut oder aus Koriander gewonnene Tinkturen wirken. Getrockneter Koriander oder die Samen dieses Heilkrautes können keine Entgiftung herbeiführen.

Gefahren bei der Einnahme

Da Koriander hoch wirksam ist und schon nach sehr kurzer Zeit anfängt, große Mengen an Schwermetallen (insbesondere Quecksilber) aus den Zellen zu extrahieren, können mitunter schwere Vergiftungssymptome auftreten (auch, wenn überdosiert wird). Der Körper wird dann mit einer so hohen Konzentration an Giftstoffen geflutet, die nicht mehr gebunden und ausgeschieden werden können. Die Folge ist eine Rückvergiftung bzw. Umverteilung in andere Teile des Körpers. Dies kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen.

Koriander sollte auch nicht eingenommen werden, wenn noch Giftstoffquellen im Körper vorhanden sind (zum Beispiel Amalgamfüllungen, Titanimplantate, etc.). Dies würde dann ebenso eine massive und unkontrollierte Freisetzung und eine darauf folgende Umverteilung von Giftstoffen bewirken.

Eigene Erfahrungen mit Koriander

Ich selbst habe Koriander erst im späteren Verlauf meiner mehrjährigen Entgiftung eingesetzt, da es wie oben schon beschrieben ein sehr starkes Entgiftungsmittel ist, das die Gefahr einer Rückvergiftung birgt. Zudem gibt es im Internet unzählige Horror-Stories und Erfahrungsberichte, die einem wirklich Angst machen können, sodass man am Ende dazu geneigt ist, Koriander als Entgiftungsmittel nicht mehr zu verwenden. Ich empfehle euch daher: Lest nicht zu viel in den euch bekannten Gesundheits-Foren, sondern informiert euch über ausgewiesene Fach-Literatur zum Thema oder begebt euch in die professionelle Behandlung eines Arztes oder Heilpraktikers, der die Entgiftung mit Koriander begleitet/überwacht.

Ich habe zunächst den Fokus darauf gelegt, das Bindegewebe mit Chlorella, Bärlauch und anderen Mitteln zu entgiften. Anschließend ging ich dann auf die Entgiftung des Nervensystems mithilfe von Koriander über. Diese Vorgehensweise ist sehr sinnvoll und wird auch im Allgemeinen empfohlen. Die ersten Versuche habe ich mit frischem Korianderkraut durchgeführt. Hier habe ich mir immer mal wieder ein paar Blätter über Salate gestreut oder auf den Brotaufstrich gelegt. Bei mir wirkte diese minimale Dosis schon sehr extrem, obwohl ich zuvor schon stark entgiftet hatte. Kurz nach der Einnahme verspürte ich einen starken Kopfdruck, als würde etwas nach unten herausgesaugt werden. Zudem litt ich an extremer Müdigkeit und konnte mich nicht mehr konzentrieren. Ich stand teilweise „neben mir“ und erhöhte daraufhin die anderen Mittel, die ich einnahm, um die große Menge an frei werdenden Giften (insbesondere Quecksilber) zu binden.

Im weiteren Verlauf meiner Entgiftung mit Koriander bin ich dann auf ein Extrakt umgestiegen, welches die Dosierung deutlich vereinfachte. Dadurch konnte ich die Entgiftungssymptome, die durch die Einnahme entstanden, minimieren. Hierbei handelte es sich um dieses Produkt. Auch hier war weniger mehr: Ich nahm ein- bis dreimal täglich jeweils 5 Tropfen über einen längeren Zeitraum ein.

Heute bin ich komplett genesen, habe keine Vergiftungs-Symptome mehr und erfreue mich eines schönen und beschwerdefreien Lebens. Natürlich muss ich auch erwähnen, dass dies nur dadurch möglich war, dass ich alle Aspekte der ganzheitlichen Gesundheit beachtet habe (die vier Säulen „Körper“, „Seele & Geist“, „Ernährung“ und „Giftstoffe“) und von großartigen Spezialisten unterstützt wurde. Ich bin weiterhin bestrebt, regelmäßige Entgiftungskuren (auch mit Koriander) durchzuführen, da wir in der heutigen Zeit der Belastung mit Giftstoffen nicht entfliehen können (siehe diesen Artikel).

Schreibt mir gerne in die Kommentare, wie ihr die Entgiftung mit Koriander erlebt habt. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, seine Erfahrungen auszutauschen 🙂


Quellen

Bücher:

  • Mutter, J. (2012). Lass dich nicht vergiften!: Warum uns Schadstoffe chronisch krank machen und wie wir ihnen entkommen. München: Gräfe und Unzer Verlag GmbH.
  • Mutter, J. (2013). Amalgam – Risiko für die Menschheit: Quecksilbervergiftungen richtig ausleiten. Weil der Stadt: NaturaViva Verlags GmbH.
Tobias

„Du bist deine eigene Grenze, erhebe dich darüber“ (Hafis)

Kommentar

  • Bettina
    17. Mai 2019 um 23:01

    Hallo Tobias,

    Danke für Deinen super Bericht. Die Gefahren von Koriander muss ich gerade am eigenen Leib erleben. Ich habe unter Anleitung eines Internisten, der sich auch mit Naturheilkunde beschäftigt, eine Ausleitung gemacht. Leider komplett falsch: 3 mal 7 Tropfen Koriander und zwei Tabletten Chlorella am Tag, Koriander von Anfang an. Er hat die ganze Sache auch sehr harmlos dargestellt, so dass ich mein Kribbeln und Taubheitsgefühl am ganzen Körper zunächst nicht darauf, sondern auf eine mögliche Spinalkanalstenose zurückgeführt habe. Erst nach wochenlanger Einnahme (der Internist ist nicht mein Hausarzt und der Hausarzt fand das ein harmloses Nahrungsergänzungsmittel..) bin ich selbst mal darauf gekommen und habe erst nach langem Googlen die Gefahr von Koriander begriffen. Seit einer Woche nehme ich 3 mal 20 Chlorella, sonst nix. Die neurologischen Auffälligkeiten habe ich immer noch, aber etwas schwächer. Was würdest Du machen? Der Natur-Internist will, dass ich ab nächste Woche noch 3 mal 5 Tropfen Bärlauch dazu nehme. Aber der Kram sitzt doch jetzt im Gehirn, oder? Wie kommt er wieder raus?! Ich war vor der Behandlung komplett beschwerdefrei und habe diese Ausleitung nur meiner Schwester zuliebe gemacht, die durch eine Schwermetallvergiftung schwer krank (ALS-Symptomatik!) wurde und noch einen langen Weg vor sich hat.

    Schon mal Danke:-)
    Bettina

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