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Detox – Fakt oder Fake? Ein Erfahrungsbericht

An dem Begriff „Detox“ kommt heutzutage niemand mehr vorbei. Von Detox-Tees über Detox-Pillen bis hin zu mehrtägigen Detox-Kuren bietet der Markt unzählige Möglichkeiten für jeden noch so spezifischen Bedarf. Natürlich mischen sich auch viele Trittbrettfahrer unter die Vielzahl an Anbietern, die ihre Chance sehen, Profit aus der aktuellen Detox-Bewegung zu schlagen – und das lohnt sich, denn Anhänger der Entgiftung (das ist es nämlich, was „Detox“ im Ursprung bedeutet), die sich hierdurch z.B. eine Gewichtsreduktion, mehr Vitalität, eine bessere Verdauung oder ein schöneres Hautbild erhoffen, gibt es reichlich.

Auf der anderen Seite ist vermehrt zu beobachten, dass sich eine Art Gegenbewegung bildet, die Detox ablehnt. Grundsätzlich finden wir es, insbesondere im Hinblick auf besagte Trittbrettfahrer und eher zweifelhafte Produkte am Markt, richtig, solche teilweise dubiosen Machenschaften kritisch zu hinterfragen. Allerdings tut es uns weh, zu sehen, dass ein Teil dieser Gegenbewegung das Entgiften des Körpers nicht nur kritisch betrachtet, sondern es stattdessen ins Lächerliche zieht und als Humbug hinstellt. Auch in vielen Medien wird das Entgiften als unsinnig und unnötig betrachtet. Dies ist jedoch kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, in wessen Interesse derartige Informationen verbreitet werden.

Ein großes Problem ist, dass die Betonung in der Vermarktung von Detox-Produkten häufig darauf liegt, den Körper mithilfe von Detox-Maßnahmen von „Schlacken“ zu befreien. Man fragt sich also zu Recht: Was genau sind Schlacken? Wo kommen sie her und wie genau werden sie durch eine Entgiftung beeinflusst? Wer hierzu Recherchen anstellt, wird nur mittelmäßig zufriedenstellende Ergebnisse erhalten, denn für „Schlacken“ gibt es bestenfalls abstrakte Erklärungen wie „schleimartige Ablagerungen im Darm“, unter denen man sich aber nicht allzu viel vorstellen kann. Somit fällt es leicht, diese als augenscheinliches Marketing-Konstrukt zu interpretieren. Man nimmt logischerweise an, dass kein Mensch eine „Entschlackungskur“ für teures Geld benötigt, woraus sich wiederum die Annahme ergibt, dass „Detox“ reines Marketing ohne wahren Nutzen sei. Daraus wird schließlich folgende Argumentation abgeleitet:

Detox = Schlacken aus dem Körper entfernen = Es gibt keine Schlacken = Detox ist Unsinn!

Dies macht es einfach, die Entgiftung des Körpers allgemein als unnötig und reine Geldschneiderei hinzustellen. Wo keine Schlacken sind, kann logischerweise nichts entgiftet werden.

Was, wenn es aber gar nicht um Schlacken geht? Was, wenn es vielmehr darum geht, Toxine bzw. Umweltgifte aus unserem Körper zu entfernen? Wir glauben fest daran, dass eine Entgiftung, sofern sie richtig angeleitet und durchgeführt wird, einen immensen gesundheitlichen Nutzen hat. Fakt ist nämlich, dass unser Körper täglich mit einer Vielzahl an Schadstoffen und Giften belastet wird – in einigen Situationen (z.B. während des Einsetzens oder Entfernens von Amalgam) steigt die Belastung sogar noch um ein Vielfaches an. Wir merken dies nur nicht sofort anhand von offensichtlichen Symptomen, weil unser Körper tagtäglich eine so hervorragende Arbeit für uns leistet.

Ich persönlich war dem Detox-Trend gegenüber immer sehr kritisch eingestellt, sollte aber eines besseren belehrt werden: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass „Detox“ durchaus sinnvoll und hilfreich sein kann – und zwar im Zusammenhang mit den schädlichen Auswirkungen der Anti-Baby-Pille auf meinen Körper und speziell auf meinen Monatszyklus. Ich glaube, dass dies ein Thema ist, das vielen Frauen Unsicherheit und Ängste bereitet und zu dem noch sehr viel Aufklärungsarbeit geleistet werden muss. Daher möchte ich an dieser Stelle meine Erfahrungen mit Entgiftung in Bezug auf die Anti-Baby-Pille teilen – die Fortsetzung dieses Artikels ist entsprechend eher für die Leserinnen dieser Seite gedacht 😉

 

Durch Entgiftung zurück zum normalen Zyklus

Ich habe die Pille insgesamt 7 Jahre lang eingenommen – in den letzten beiden Jahren der Einnahme nahm ich sie (in Absprache mit meinem Frauenarzt) sogar durchgehend, also ohne die reguläre einwöchige Pause einzulegen. Grund hierfür war, dass ich während der Pause durch die einsetzende Abbruchblutung sehr starke Beschwerden unterschiedlicher Art hatte und es mir kaum möglich war, den Alltag zu bewältigen oder zu arbeiten. Logische Konsequenz hieraus war: Nehme ich die Pille pausenlos durch, kann ich die Abbruchblutung mit all den schmerzhaften und enorm belastenden Begleitsymptomen einfach umgehen. Um mich abzusichern, holte ich mir hierzu noch das Einverständnis vom Frauenarzt, startete anschließend mit der durchgehenden Einnahme der Pille und war glücklich: Es ging mir hervorragend, für die Verhütung war gesorgt und ich hatte obendrein ein klares Hautbild.

Nach und nach erfuhr ich aber aus unterschiedlichen Quellen immer mehr über die negativen Auswirkungen der Pille auf den Körper. Ich erwägte daraufhin zum ersten Mal nach sehr langer Zeit, die Pille abzusetzen. Parallel zu meinen Überlegungen las ich zahlreiche Berichte von Frauen, deren Hautbild sich nach Absetzen der Pille rapide verschlechterte oder deren Haare nach Absetzen der Pille massiv ausfielen. In einigen Fällen wurde auch berichtet, dass die Regelblutung nicht wie gewohnt einsetzte. Trotz dieser düsteren Aussichten wollte ich meinem Körper die künstlichen Hormone nicht mehr zumuten und ihn den potentiellen gesundheitlichen Gefahren auf keinen Fall länger aussetzen.

Nachdem sich Ende 2015 (noch während der dauerhaften Einnahme der Pille) Zwischenblutungen einstellten, war ich mehr und mehr überzeugt davon, dass es nicht richtig ist, die künstlichen Hormone weiterhin einzunehmen und fasste Ende Februar 2016 den Entschluss, die Pille endgültig abzusetzen. Was dann kam, wurde mir zuvor von keinem Arzt angekündigt – nämlich nichts. Bis Ende Dezember 2016, d.h. über einen Zeitraum von fast einem Jahr, hatte ich keinen natürlichen Zyklus. Meine Frauenärztin riet mir dazu, abzuwarten und Mönchspfeffer einzunehmen. Zusätzlich trank ich Tees mit Frauenmantelkraut oder Shatavari (indischem Spargel) und aß reichlich Avocados, um meinen Hormonhaushalt bestmöglich zu stabilisieren und meinen Körper dabei zu unterstützen, wieder zu seinem natürlichen Rhythmus zu finden. All das brachte jedoch über fast ein Jahr nicht den erhofften Erfolg. Ich war extrem traurig und frustriert über diese Entwicklung, denn ein nicht vorhandener Zyklus ist ein sicheres Indiz dafür, dass mit dem Körper einer Frau etwas absolut nicht in Ordnung ist. Langsam begann ich zu verstehen, was ich meinem Körper mit der jahrelangen (und teilweise dauerhaften) Einnahme des Hormoncocktails angetan haben könnte und war angesichts dieser Einsicht sehr verzweifelt.

Tobi riet mir im Rahmen seiner eigenen Therapie, die auf einer umfassenden Entgiftung basierte, es einfach einmal mit Chlorella zu versuchen. Ich war solchen Nahrungsergänzungsmitteln gegenüber immer eher kritisch eingestellt, wollte es aber nicht unversucht lassen. Ich hatte ja nichts zu verlieren und folgte schließlich seinem Rat. Anfang Dezember begann ich also, Chlorella in Form von Presslingen täglich einzunehmen. Ungefähr drei Wochen später, Ende Dezember 2016, setzte meine Regelblutung ein. Ich kann nicht nachweisen, ob dieser Umstand tatsächlich mit der Einnahme von Chlorella zusammenhängt oder ob es möglicherweise Zufall war und der Zeitpunkt ohnehin gekommen war. Interessant ist aber definitiv die Tatsache, dass sich über einen Zeitraum von beinahe einem Jahr gar nichts getan hat und der Zyklus sich nach der dreiwöchigen Einnahme von Chlorella plötzlich zu stabilisieren schien – hier darf sich jeder seine eigene Meinung bilden 🙂

Wir interpretieren diesen Verlauf so, dass sich auch nach deren Absetzen noch Rückstände der Pille in meinem Körper befanden, die das Eintreten des natürlichen Zyklus (auf welche Weise auch immer) verhinderten – diese Rückstände „vergifteten“ meinen Organismus noch immer und hinderten ihn daran, so zu funktionieren, wie er naturgemäß funktionieren sollte. Chlorella ist ein unwahrscheinlich starkes und wirksames Mittel zur Entgiftung, mithilfe dessen diese letzten Rückstände der Pille vermutlich aus meinem Körper entfernt werden konnten, wodurch meine Regelblutung einsetzen konnte.

Ich persönlich bin aufgrund dieser Erfahrung fest davon überzeugt, dass sich hinter „Detox“ viel mehr verbirgt als nur ein Trend, für den die Werbetrommel heftig gerührt wird. Es lässt sich nicht leugnen, dass die Prominenz der Thematik leider oft missbraucht wird – es lohnt aber in jedem Fall, sich mit dem Thema zu beschäftigen und die richtigen Mittel auszuprobieren – das sind meistens solche, für die gerade nicht verstärkt geworben wird 😉 .

Diana

„What you seek is seeking you“ (Rumi)

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