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Pestizide: Unsichtbare Giftcocktails

Aus der konventionellen Landwirtschaft sind sie nicht mehr wegzudenken: Die Rede ist von Pestiziden. Sie werden eingesetzt, um Pflanzen vor Fraßschäden und Krankheiten zu schützen. Ziel ist es, hierdurch größere Erträge beim Anbau von Obst, Gemüse und weiteren Agrargütern zu erwirtschaften. Wie so oft wird unsere Gesundheit auch hier auf Kosten des Profits in Gefahr gebracht. Es geht ausschließlich um die Gewinnmaximierung und die Steigerung der Produktionskapazität.

Pestizide lassen sich in verschiedene Anwendungsbereiche unterteilen. Man unterscheidet zwischen Insektiziden, die gegen Insekten eingesetzt werden, Herbiziden gegen unerwünschte Pflanzen und Fungiziden, die gegen diverse Pilzarten wirken.

Alle Pestizide, die eingesetzt werden, enthalten hochtoxische Stoffe wie z.B. Thiacloprid. Das wohl bekannteste und zurzeit umstrittenste Pflanzengift der Welt ist Glyphosat. Es zählt zu den Herbiziden und wird in der konventionellen Landwirtschaft in riesigen Mengen eingesetzt. Glyphosat ist in ca. 160 Ländern zugelassen und für den Menschen höchst giftig, was natürlich von vielen Interessenvertretern, die an Glyphosat verdienen, verharmlost wird. Hier findet ihr eine Petition gegen den Einsatz von Glyphosat, da Ende dieses Jahres darüber abgestimmt werden soll, ob dieser Stoff weiterhin verwendet werden darf.

 

Pestizidrückstände fast überall nachweisbar

Pestizidrückstände können heutzutage fast überall nachgewiesen werden – ganz besonders in und auf Obst- und Gemüsesorten, die keine Bio-Qualität aufweisen. Dagegen hilft übrigens auch kein Abwaschen. Diese Stoffe dringen direkt in die Lebensmittel ein und kontaminieren sie. Pestizidrückstände sind ebenso in diversen Einrichtungsgegenständen wie z.B. Teppichen zu finden, deren Fasern mit diesen Giften behandelt wurden. Auch und insbesondere in Honig werden immer wieder Rückstände von Pestiziden nachgewiesen, da die Bienen die belasteten Pollen bei ihrer Suche aufnehmen und das Gift somit direkt in den Honig bringen. Darüber hinaus sind auch die meisten Wässer, die im Getränkemarkt erworben werden können, mit Pestiziden kontaminiert, da das Gift aus dem Boden in die Quellen sickert. Hier seht ihr, wo Pestizide überall nachgewiesen werden können:

  • Obst
  • Gemüse
  • Getreide
  • Eier
  • Fisch
  • Honig
  • Wein
  • Bier
  • Wasser
  • Einrichtungsgegenstände wie Möbel oder Textilien
  • Kleidungsstücke

 

Symptome und Krankheiten durch Pestizide

Durch den massiven Einsatz von Pestiziden in unserer Umwelt wird der menschliche Organismus im täglichen Leben (oft unbemerkt) mit diesen Giftstoffen konfrontiert; die Giftigkeit variiert dabei. Die schädliche Wirkung steigt exponentiell, wenn unterschiedliche Mittel kombiniert wurden, um mehrere Anwendungsbereiche abzudecken. Diese Kombinationseffekte sind noch nicht erforscht. Wer diesen Giften auf Dauer und über einen längeren Zeitraum hinweg ausgesetzt ist, kann folgende Symptome oder Krankheiten entwickeln:

  • Krebs (diverse Arten)
  • Schädigung des Nervensystems
  • Reduziertes Empfindungsvermögen
  • Depressionen
  • Parkinson
  • Gestörte Lernfähigkeit
  • Aufmerksamkeitsdefizite
  • Sensorische Defizite
  • Entwicklungsverzögerungen bei Kindern
  • Beeinträchtigung des Hormonsystems
  • Schwächung des Immunsystems
  • Beeinflussung der Fortpflanzung

Gefährdet ist die allgemeine Bevölkerung, aber natürlich sind auch die Landarbeiter betroffen, die in unmittelbarem Kontakt mit diesen Giftstoffen stehen.

 

Verringerung der täglichen Pestizidaufnahme

Wie kann nun die tägliche Pestizidaufnahme verringert werden? Hierzu empfehlen wir euch diesen Artikel von uns, in dem es darum geht, welche Produkte unbedingt in Bio-Qualität gekauft werden sollten und bei welchen eine Ausnahme gemacht werden kann. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, das richtige Wasser zu trinken. Mehr Informationen dazu findet ihr in diesem Artikel. Möbel sowie Textilien können heutzutage auch schadstofffrei erworben werden. Das bedeutet, dass sie daraufhin geprüft wurden, dass keine giftigen Stoffe enthalten sind. Diese lassen sich unter anderem an den Siegeln ÖkoControl und FSC erkennen. Auch der Verzehr von Fischen aus Aquakulturen sollte gemieden werden, da das Futter, das ihnen gegeben wird, ebenfalls mit Pestiziden und weiteren Schadstoffen belastet ist. Insgesamt spielen die Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen, in diesem Kontext die größte Rolle.

 

Fazit

Wir können jedem nur empfehlen, darauf zu achten, Lebensmittel und Artikel, die mit Pestiziden belastet sind, aus dem Weg zu gehen. Im Hinblick darauf, dass noch weitere Umweltgifte den Körper in der heutigen Zeit belasten und schwächen, ist es notwendig, dass ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet. Ansonsten werden wir in den nächsten Jahren bzw. Dekaden die Konsequenzen dafür tragen müssen.

Tobias

„Du bist deine eigene Grenze, erhebe dich darüber“ (Hafis)

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