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Künstliche Sonnenschutzprodukte: Ungesund, unzuverlässig, unnötig

Da ist er, der Sommer! Über diese hochsommerlichen Temperaturen und die Intensität der Sonnenkraft, die wir hier in Deutschland nun Anfang Mai verzeichnen können, kann man sich zwar wundern, doch selbstverständlich freuen auch wir uns darüber, dass Kälte, Nässe und das einheitliche „grau in grau“ nun offiziell ein Ende zu haben scheinen.

Wie in jedem Jahr steht zu Beginn der warmen Jahreszeit jedoch nicht ausschließlich die Freude über die Sonnenstrahlen – gleichzeitig macht sich zum Sommeranfang auch stets die Angst vor den schädlichen Einflüssen der Sonne breit. Die Regale in Drogerie- und Supermärkten sind prall gefüllt mit Sonnencremes und -sprays, Lippenpflegestiften mit UV-Schutz und Haarschutzsprays. Hinzu kommen immer mehr innovative Produkte, die mit Eigenschaften wie „Schimmereffekt“ und „Bräunungseffekt“ locken. Und für den alltäglichen Gebrauch, um ganz sicher zu gehen, dass die Damen nicht frühzeitig durch Fältchen geplagt werden, sind  zahlreiche Tagescremes mit Lichtschutzfaktor erhältlich. Ihr merkt: Hier wird ein riesengroßer Markt bedient.

Wir haben in den letzten Jahren immer öfter die Erfahrung gemacht, dass künstliche Sonnenschutzprodukte bei uns zu Hautausschlägen führten, wofür wir zunächst die Beschaffenheit unserer Haut verantwortlich gemacht haben. Ein Irrtum! Seit wir alles, was industriell produziert wird, grundsätzlich hinterfragen, haben wir auch die Sonnenschutzprodukte einmal genauer unter die Lupe genommen – und siehe da: Schadstoffe, so weit das Auge reicht!

 

Kein zuverlässiger Schutz, dafür Schadstoffe für Körper und Ozeane

Was viele nicht wissen: Der chemische Sonnenschutz blockiert oft nur einen Teil der Strahlung, und zwar die kurzwelligen UVB-Strahlen. Diese sind in großen Mengen für die Entstehung von Sonnenbränden verantwortlich und können auch die Bildung von (weißem) Hautkrebs fördern; in Maßen helfen sie unserer Haut jedoch dabei, einen natürlichen Sonnenschutz aufzubauen. Und: Die UVB-Strahlung ist auch für die Produktion des lebenswichtigen Vitamin D nötig!

Wirklich gefährlich sind hingegen die langwelligen UVA-Strahlen, die große Mengen an freien Radikalen produzieren und bis in tiefe Hautschichten vordringen. So können diese Strahlen an einer beschleunigten Hautalterung sowie an der Entstehung von schwarzem Hautkrebs beteiligt sein. Paradoxerweise bieten künstliche Sonnenschutzprodukte oft keinen (ausreichenden) Schutz gegen die UVA-Strahlung. Im Gegenzug enthalten diese Produkte aber mehrere potentiell schädliche Substanzen, die man besser nicht auf die Haut auftragen sollte. Hierbei handelt es sich um hormonell wirksame Stoffe, allergene Duftstoffe und andere Chemikalien, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Mehr zum Thema „Schadstoffe in Kosmetika“ kannst du hier nachlesen. Chemielastige Sonnenschutzmittel wirken (dadurch, dass sie die UVB Strahlung blockieren) wie ein Puffer, durch den die Aktivierung des lebenswichtigen Vitamin D verhindert wird. Und wir fragen uns, weshalb wir unter einem teilweise stark ausgeprägten Vitamin D-Mangel leiden…

Zusätzlich zu den enthaltenen Schadstoffen belastet auch das in den Sonnenschutzprodukten enthaltene Mikroplastik unsere Umwelt, sodass es doppelt sinnvoll ist, der Verwendung von Sonnenschutzprodukten kritisch gegenüberzustehen.

Das Sonnenlicht ist essentiell – für unsere körperliche und psychische Gesundheit, aber auch in spiritueller Hinsicht! Dass eine exzessive Exposition jedoch ungesund ist, steht außer Frage. Die folgenden Tipps helfen dabei, das lebensspendende Sonnenlicht auf gesunde Weise zu tanken:

  • Stundenlanges Sonnenbaden vermeiden – halte dich nicht zu lange in der Sonne auf und bevorzuge schattige Plätze (das gilt insbesondere für die Mittagszeit). So kannst du eine Schädigung durch die Strahlen vermeiden, dein Körper kann aber durch das dosierte Sonnenlicht profitieren und entwickelt außerdem einen natürlichen Sonnenschutz
  • Solarienbesuche als Vorbereitung auf die Urlaubszeit? Keine gute Idee! Das künstliche Sonnenlicht im Solarium besteht überwiegend aus UVA-Strahlen, denen wir uns in solch konzentrierter Form keinesfalls aussetzen sollten
  • Sonnenschutz über die Ernährung: Wie so oft bietet Mutter Natur perfekte Möglichkeiten, um die Haut von innen gegen potentiell schädliche Einflüsse durch das Sonnenlicht zu schützen. Iss einfach möglichst viele Lebensmittel, die reich an Carotinoiden und Lycopin sind, z.B. Karotten, Tomaten, Avocado, dunkelgrüne Salate (Rucola, Feldsalat), Spinat und Süßkartoffeln. Darüber hinaus kann auch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Carotinoiden sinnvoll sein
  • Bedecke deine Haut mit leichter Kleidung. Den Kopf unbedingt mit Hut, Tuch, Mütze o.Ä. schützen. Beim Wassersport sollte spezielle Kleidung getragen werden, da der Sonnenschutz normaler Stoffe wie z.B. Baumwolle durch Nässe weitestgehend verloren geht
  • Schütze deine Augen mit einer qualitativ hochwertigen Sonnenbrille
  • Sesam- oder Kokosöl sind interessante Alternativen zu konventionellen Sonnenschutzprodukten voller Chemie. Die beiden Öle blocken 30 Prozent (Sesamöl) bzw. 20 Prozent (Kokosöl) der schädlichen UV-Strahlung ab und versorgen die Haut darüber hinaus auch mit Antioxidantien und einer ausgezeichneten Pflegewirkung

 

Wissen ist Macht – informiert euch und handelt eigenverantwortlich

Wer meint, auf konventionelle Sonnenschutzprodukte nicht komplett verzichten zu können, sollte seiner Gesundheit zuliebe wenigstens die Liste der darin enthaltenen Inhaltsstoffe studieren. Ganz besonders wichtig ist es, die folgenden schädlichen Substanzen zu vermeiden:

  • Oxybenzon (oder Benzophenone-3)
  • Benzoesäure (oder Digalloyl Trioleate)
  • Retinylpalmitat
  • Zinkoxid
  • Titandioxid
  • PABA
  • Homosalate
  • Salicylate
  • Cinnamat
  • Methylanthranilat
  • Octinoxate

Wie in so vielen anderen Bereichen gilt auch hier: Jeder von uns trägt durch seine Entscheidungen die Verantwortung für die eigene Gesundheit. Es ist zwingend notwendig, dass wir uns eigenständig informieren und neue Sichtweisen nicht sofort abtun, sondern diese grundsätzlich überprüfen. Nur, weil etwas „schon immer so gemacht“ wurde, muss es nicht richtig sein. Nur, weil wir seit Kindheitstagen gelernt haben, dass ein Sommer ohne Sonnenschutzprodukte nicht möglich ist, muss dies nicht stimmen.

Sicherlich ist es wichtig, sich gegen den schädlichen Teil der Sonnenstrahlen zu schützen und sich diesen nicht gedankenlos auszusetzen, daran besteht kein Zweifel. Meiner Meinung nach kann es aber keine Lösung sein, diesen „Schutz“ durch die Verwendung ebenso schädlicher Substanzen herbeizuführen, die direkt in unseren Körper gelangen. Vor allem dann nicht, wenn die Möglichkeit besteht, sich auf natürlichem Weg zu schützen und gleichzeitig von den positiven Auswirkungen der Sonnenstrahlen auf unseren Organismus zu profitieren. Wie seht ihr das?

Diana

„What you seek is seeking you“ (Rumi)

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