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Nahrungsmittel richtig kombinieren

Kennt ihr das? Ihr legt Wert auf eine gesunde und reine Ernährung, ernährt euch vegetarisch oder vielleicht sogar vegan und meidet Lebensmittel, die dafür bekannt sind, den Verdauungstrakt zu belasten – und trotzdem habt ihr nach euren Mahlzeiten starke Bauchschmerzen oder kämpft mit Verdauungsproblemen? I feel you! Genau mit dieser Problematik wurde ich in der Vergangenheit nur allzu häufig konfrontiert. Ständig wurde ich von Magenschmerzen und schmerzhaften Blähungen geplagt, obwohl ich vermeintlich bekömmliche Lebensmittel zu mir nahm. Mir war es ein absolutes Rätsel, wie diese Probleme im Rahmen einer gesunden, vegetarischen Ernährung zustande kommen konnten – bis ich auf die (fast zu) einfache Lösung gebracht wurde: Unangenehme Symptome und Verdauungsbeschwerden können aus zwei unterschiedlichen Quellen stammen:

  1. Die Reihenfolge der Nahrungsmittel, die wir essen, ist ungünstig
  2. Es werden Nahrungsmittel kombiniert, die grundsätzlich miteinander unverträglich sind

Entgegen meiner bisherigen Annahme spielt die Reihenfolge, in der wir unsere Lebensmittel zu uns nehmen, eine ganz entscheidende Rolle für unser Wohlbefinden. Unsere Nahrung wird im Magen nämlich keinesfalls durchgemischt – stattdessen kann man es sich so vorstellen, dass die unterschiedlichen Lebensmittel, die wir essen, „übereinander gestapelt“ werden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, grob zu wissen, wie schnell oder langsam die Nahrung, die wir unserem Körper zuführen, verdaut wird. Dieses Wissen hat auch den Vorteil, dass wir weniger häufig auf medikamentöse oder alkoholische Unterstützung angewiesen sind, um Verdauungsbeschwerden nach einer üppigen Mahlzeit zu lindern.

Die folgende Übersicht ist sehr hilfreich, um sich eine Orientierung zur Verdauungszeit bestimmter Lebensmittel zu verschaffen:

Lebensmittel Verdauungszeit (ca.)
Wassermelone 15-20 Minuten
Anderes Obst 30 Minuten
Grüner Salat 30 Minuten
Gedünstetes Gemüse 40 Minuten
Gekochtes Ei 45 Minuten
Stärkereiches Gemüse 60 Minuten
Fettreicher Fisch 60 Minuten
Getreide & Hülsenfrüchte 90 Minuten
Fettarme Milch, Frischkäse 90 Minuten
Nüsse 2,5 Stunden
Geflügel (ohne Haut) 2 Stunden
Rind / Lamm 4 Stunden
Schwein 5 Stunden

Folgt die Aufnahme leicht verdaulicher Lebensmittel erst nach dem Verzehr schwer verdaulicher Lebensmittel, so liegen diese in unserem Verdauungstrakt obenauf und beginnen, zu gären. Diese Gärungsprozesse sind es, die unserem Bauch zu schaffen machen und die verschiedenen Beschwerden begünstigen. Je kürzer die Verdauungszeit, desto empfehlenswerter ist es also, das jeweilige Produkt zu Beginn einer Mahlzeit zu sich zu nehmen. Andersherum sollten Lebensmittel mit einer langen Verdauungszeit erst zum Schluss einer Mahlzeit gegessen werden.

Zu dieser Tabelle auch noch eine kleine Anmerkung am Rande: Diese Übersicht macht gut deutlich, dass es insbesondere tierische Produkte sind, die viel mehr Zeit benötigen, um verdaut zu werden. Ich finde, dass allein aus dieser Tatsache sehr schön abgeleitet werden kann, dass diese „Nahrungsmittel“ naturgemäß nicht unbedingt als Nahrung für den Menschen vorgesehen sind…hier darf sich wieder jeder sein eigenes Bild machen 🙂

Nachfolgend nun noch einige Tipps, die ich als sehr hilfreich empfand, um Beschwerden durch falsche Nahrungsmittelkombinationen zu vermeiden:

  • Bevorzuge Mahlzeiten, die aus wenigen Lebensmitteln bestehen – dadurch reduzierst du das Risiko, ungünstige Nahrungsmittel miteinander zu kombinieren
  • Sofern deine Mahlzeit aus vielen unterschiedlichen Gängen besteht, achte unbedingt auf die Reihenfolge, in der du sie zu dir nimmst
  • Kombiniere Milchprodukte niemals mit Obst! Die Kombination aus Milchprodukten und Obst führt ebenfalls zu Gärungsprozessen im Körper. Joghurt mit frischem Obst habe ich früher oft und gerne gegessen – wären da nicht jedes Mal die quälenden Bauchschmerzen nach dem Frühstück gewesen…
  • Warte nach einer Obstmahlzeit mindestens 15 (besser 30) Minuten, bis du etwas anderes isst
  • Versuche, während der Nahrungsaufnahme möglichst nichts zu trinken, um die Verdauung nicht durch verdünnte Verdauungssäfte zu behindern

Aus schlechten Nahrungsmittelkombinationen, die wir immer wieder zu uns nehmen und die unseren Körper dauerhaft belasten, können, neben unangenehmen Beschwerden im Verdauungstrakt, sogar sehr ernste Krankheiten entstehen. Diesem Thema sollten wir also unbedingt mehr Aufmerksamkeit schenken, um unser Wohlbefinden nicht zu gefährden, bzw. um bereits bestehende Beschwerden in diesem Bereich zu lindern.

Diana

„What you seek is seeking you“ (Rumi)

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