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Durchblutung verbessern – 7 Ernährungstipps

Soweit ich mich erinnern kann, ging es im Spätherbst 2014 los: Quasi über Nacht waren meine Hände, insbesondere die Seitenpartien meiner Finger, mit juckenden und schmerzhaften roten Pusteln übersät, die sich in Windeseile ausbreiteten – bis beinahe alle Finger davon betroffen waren. Zunächst war ich nur überrascht angesichts der Kreativität, die Mutter Natur ein erneutes Mal an den Tag legte, und hoffte, die Pusteln würden genauso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen waren. Pustekuchen. Es war mir nach einiger Zeit kaum noch möglich, meine Alltagspflichten zu erfüllen – die Bedienung einer normalen Tastatur glich der reinsten Folter. Es ging also nicht anders, ich musste einen Arzt aufsuchen. Nach zahlreichen Fehldiagnosen und ergebnislosen Therapien erhielt ich schließlich die Diagnose „Frostbeulen“. Ja, richtig gelesen! Das Sprichwort „Ich bin so eine Frostbeule“ kommt nicht von ungefähr. Die unschönen Bläschen, die im Fachjargon als Perniones bezeichnet werden, treten bevorzugt in der kühleren Jahreszeit (Herbst bis Frühling) auf und verschwinden nach einigen Wochen von selbst wieder. Hauptgrund für das Zustandekommen der Bläschen sind Durchblutungsstörungen in den Extremitäten. Da meine Finger schon nach kurzem Aufenthalt in kühlerer Umgebung schneeweiß und taub werden, besteht in meinem Fall kein Zweifel daran, dass ich an einer schwachen Durchblutung leide.

Aus medizinischer Sicht kann man gegen die Frostbeulen nicht allzu viel unternehmen, sodass ich (wie so oft) auf eigene Faust recherchierte und zu dem Schluss kam, dass es auch in diesem Fall nicht schaden kann, ein bisschen an der Basis zu feilen: meiner Ernährung. Immerhin gibt es zahlreiche Lebensmittel, die dafür bekannt sind, unsere Durchblutung positiv zu beeinflussen! Und tatsächlich kann ich Erfolge verzeichnen – obwohl nun schon Ende Januar ist und einige nasskalte Tage hinter uns liegen, kann ich keine neuen Frostbeulen verzeichnen. Ob das ausschließlich an der veränderten Ernährung liegt, kann ich leider nicht eindeutig sagen; möglicherweise haben auch andere Faktoren ihren Teil hierzu beigetragen. Trotzdem möchte ich für alle, die nicht nur Frostbeulen sind, sondern auch welche haben, meine Tipps für eine Ernährungsweise, die eine bessere Durchblutung bewirken kann, teilen.

1. Ingwer

Wer hätte das gedacht? 😉 Inzwischen hat Ingwer sich als echter Geheimtipp gegen innere Kälte herumgesprochen – und das ist gut so! Ingwer kurbelt die Durchblutung ordentlich an und sorgt ganz nebenbei auch für eine gute Verdauung. Die scharfe Knolle wird vorwiegend in der asiatischen Küche verwendet und kommt daher in Curries und Chutneys besonders toll zur Geltung. Wer es einfacher mag, schneidet einfach ein Stückchen frischen Ingwer in dünne Scheiben, gießt ihn mit frisch abgekochtem Wasser auf, gibt etwas Bio-Zitronensaft dazu genießt dann die wohlige Wärme,  die schnell den ganzen Körper durchströmt 🙂

2. Weniger Salz

Übermäßig viel Salz in der Ernährung kann Durchblutungsstörungen begünstigen. Es ist daher ratsam, den eigenen Salzkonsum zu beobachten und gegebenenfalls zu reduzieren. Wer Salz zu sich nimmt, sollte unbedingt darauf achten, dass dieses kein Fluorid enthält. Vorsicht ist insbesondere bei Lebensmitteln geboten, die im bereits gesalzenen Zustand gekauft werden. Die üblichen Verdächtigen sind hier natürlich wieder die Fertigprodukte, denen oft deutlich zu viel Salz zugesetzt wird. Wer die Möglichkeit hat, sich seine Mahlzeiten frisch in Eigenregie zuzubereiten, ist definitiv auf der sicheren Seite. Eine Ernährung nach Clean Eating bietet optimale Voraussetzungen, um nicht nur den Zucker- sondern auch den Salzkonsum ein wenig einzudämmen.

3. Kurkuma

Kurkuma habe ich erst in den letzten Jahren so richtig für mich entdeckt – davor wusste ich mit dem Gewürz, das alle hellen Küchenutensilien, die seine Bekanntschaft machen, zuverlässig verfärbt, nicht allzu viel anzufangen. Das goldgelbe Gewürz ist aus gesundheitlicher Sicht aber ein absoluter Tausendsassa! Es wirkt nicht nur durchblutungsfördernd, sondern auch entzündungshemmend und stark oxidativ, darüber hinaus entgiftet es den Körper und soll auch gegen Krebs und Alzheimer helfen. Kurkuma lässt sich in der Küche sehr vielseitig einsetzen: So eignet es sich hervorragend für die Zubereitung der „goldenen Milch“ (diese wirkt besonders am Abend wunderbar entspannend, beruhigend und wärmend), köstlicher Curries, Smoothies und Suppen – und neben dem Faktor „Genuss“ sorgt es für einen rosigen Teint und frostbeulenfreie Hände.

4. Zimt

Ein Gewürz, das bei uns niemals (und damit meine ich niemals) fehlen darf! Zimt ist mein absolutes Lieblingsgewürz und genau genommen mehr Heilmittel als Gewürz. Es hat eine wärmende Wirkung und ist für die Verbesserung der Durchblutung sehr empfehlenswert. Doch das ist noch längst nicht alles, was das Wundergewürz zu bieten hat: Es wirkt zusätzlich antibaktierell und entzündungshemmend, es verbessert unsere Stimmung, es stabilisiert unseren Blutzuckerspiegel und mit der Steigerung der Libido hat es auch noch positive Nebeneffekte auf Lebensbereiche, die sich abseits des Herdes abspielen 🙂

In der Kritik steht Zimt leider immer wieder, weil es im Verdacht steht, bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auszulösen. Auch der enthaltene Aromastoff Cumarin, der insbesondere im Cassia-Zimt vorkommt, ist offenbar nicht ganz unbedenklich, weshalb grundsätzlich vor dem erhöhten Verzehr von Zimt gewarnt wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft lieber den etwas teureren Ceylon-Zimt (z.B. von Alnatura), um seine Gesundheit nicht zu gefährden. Grundsätzlich denke ich, dass Zimt als Gewürz nicht in allzu groben Mengen verwendet wird – trotzdem kann es nicht schaden, diese kritischen Stimmen im Hinterkopf zu behalten und sie bei der Dosierung zu beachten.

5. Pikante Gewürze und Speisen

Ingwer wurde weiter oben schon als wirksames Mittel gegen Durchblutungsstörungen genannt – daneben gibt es natürlich noch zahlreiche andere Optionen, die uns ordentlich einheizen können. Dazu zählen (Cayenne-) Pfeffer, Chili, Peperoni, Wasabi, Zwiebeln, Lauch, Sriracha oder auch Senf (ohne den momentan kaum eine Mahlzeit bei uns auskommt). Wichtig ist, zu bedenken, dass die Toleranzschwelle in Bezug auf die Schärfe des Essens sehr stark variieren kann. Gegessen werden sollte natürlich nur so scharf, wie wir vertragen können. Körpereigene Signale müssen in diesem Zusammenhang erkannt und Grenzen müssen respektiert werden, um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden.

6. Rosmarin

Rosmarin kannte ich, bis ich mich mit dem Thema „Durchblutung“ etwas intensiver auseinandersetzte, nur als dekoratives Element, das zu Salzkartoffeln gereicht werden kann. Ein frischer Aufguss aus Rosmarin, der als Tee getrunken wird, wirkt jedoch hervorragend gegen eine schwache Durchblutung und schmeckt sehr angenehm.

7. Vitamin C-reiche Nahrungsmittel

Orangen, Zitronen, Grapefruit, Kiwi, Brokkoli, Paprika – die Liste an Lebensmitteln, die besonders reich an Vitamin C sind, ist lang. Hier darf (natürlich unter Berücksichtigung des Zuckergehalts im Obst) reichlich zugegriffen werden! Vitamin C wirkt allgemein durchblutungsfördernd und stärkt die Arterien. Aus diesem Grund sollte es, möglichst in Form von frischem Obst und Gemüse, in ausreichender Menge verzehrt werden, um Durchblutungsstörungen entgegenzuwirken.

Daneben gilt natürlich: Bewegung, z.B. moderater Ausdauersport, ist immer empfehlenswert, um die Durchblutung zu verbessern. Alkohol, Zigaretten und Kaffee sollten hingegen möglichst gemieden werden.

WICHTIG: Wer blutverdünnende Medikamente oder Medikamente für das Herz einnimmt, sollte vor dem Verzehr durchblutungsfördernder Lebensmitteln unbedingt Rücksprache mit seinem Arzt halten, da diese Lebensmittel mit bestimmten Medikamenten interagieren können. Ebenso kann der Verzehr durchblutungsfördernder Lebensmittel bei Bluthochdruck gefährlich sein und sollte daher gemieden oder entsprechend abgeklärt werden.

Diana

„What you seek is seeking you“ (Rumi)

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