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Der Säure-Basen-Haushalt: Was du wissen solltest

Ein aus dem Gleichgewicht geratener Säure-Basen-Haushalt stellt in unserer Gesellschaft ein ernstes Problem dar. Sehr viele Menschen sind sich leider noch nicht darüber bewusst, dass eine stark säurebildende Ernährung und ein unausgeglichener Lebensstil die Auslöser für zahlreiche, oft unspezifische Krankheitsbilder sein können. Das wollen wir hiermit ändern!

Was ist der Säure-Basen-Haushalt?

Unter ganzheitlichen Gesichtspunkten spielt ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit. Unsere Körper ist auf das richtige Verhältnis von Säuren und Basen angewiesen, um seine Arbeit richtig ausführen zu können – ein zu basischer Zustand ist dabei genauso wenig erstrebenswert wie ein zu saurer Zustand.

Mithilfe unterschiedlicher Mechanismen sorgt unser Körper dafür, dass der pH-Wert unseres Blutes sich stets zwischen 7,35 und 7,45 befindet. Gerät der Säure-Basen-Haushalt jedoch durch einen ungesunden Lebensstil inklusive Stress, übermäßigem Kraftsport und/oder eine Ernährung, die zum größten Teil aus säurebildenden Lebensmitteln besteht, aus dem Gleichgewicht, so ist der Körper gezwungen, die eigenen Depots an Mineralstoffen in den Knochen und dem Bindegewebe anzuzapfen, um das ausgeglichene Säure-Basen-Verhältnis, das er stets anstrebt, wieder herzustellen – hierdurch können unterschiedliche Krankheiten resultieren.


Symptome eines übersäuerten Körpers

Unsere Ernährung ist häufig die Hauptursache für einen übersäuerten Zustand unseres Körpers – und gleichzeitig auch diejenige Ursache für eine Übersäuerung, die sich am schnellsten beheben lässt. Wir wollen daher in diesem Beitrag den Zusammenhang zwischen einem übersäuerten Körper und der Ernährung genauer betrachten.

Eine gesteigerte Zufuhr an schlechten, säurebildenden Lebensmitteln wirkt sich negativ auf den gesamten Organismus aus und ist häufig beteiligt an der Entstehung von Krankheitsbildern, die typischerweise in der westlichen Zivilisation auftreten. Der Mineralstoffmangel, der durch eine dauerhaft ungünstige (d.h. säurebildende) Ernährung entsteht, zeigt sich z.B. in Form von Symptomen wie chronischer Abgeschlagenheit oder Müdigkeit, einem geschwächten Immunsystem und ständig wiederkehrenden Infekten, Gelenkschmerzen, stumpfen Haaren und Haarausfall, Hautproblemen, brüchigen Nägeln und einer gestörten Verdauung bzw. einem nicht optimal funktionierenden Stoffwechsel und daraus resultierenden Gewichtsproblemen. Aus einer länger anhaltenden Übersäuerung können sogar schwere Krankheiten wie Rheuma, Osteoporose, Arthritis oder Herzinfarkte resultieren.

Basen- vs. säurebildende Lebensmittel

Eine kleine Überraschung vorweg: Saure Zitrusfrüchte wie Zitronen wirken im Körper stark basisch und sind daher sehr zu empfehlen (sie können z.B. in Form von warmem Wasser mit einem Spritzer Zitronensaft am Morgen konsumiert oder als Bestandteil eines selbstgemachten Salatdressings verwendet werden).

Neben den ausschließlich stark basen – und säurebildenden Nahrungsmitteln gibt es auch einige Produkte, die als „gute Säurebildner“ bezeichnet werden. Diese können in Maßen durchaus konsumiert werden – wir streben ja schließlich kein rein basisches Milieu an, sondern wollen auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Säuren und Basen achten 🙂 Die gängigen Lebensmittel können folgendermaßen klassifiziert werden:

Basenbildende Lebensmittel

  • Reines Wasser ohne Kohlensäure
  • Bio-Kräutertee
  • Salat aus biologischem Anbau
  • Obst aus biologischem Anbau
  • Gemüse aus biologischem Anbau
  • Kartoffeln
  • Erdmandeln
  • Trockenobst (z.B. Feigen, Rosinen) – hier ist jedoch aufgrund des darin enthaltenen Zuckers auf die Verzehrmenge zu achten!
  • Gewürze wie Ingwer, Kardamom, Vanille, Zimt
  • Bitterkräuter (z.B. Ancenasan)

Gute Säurebildner

  • Pseudogetreide wie Quinoa und Amaranth
  • Hülsenfrüchte
  • Sojaprodukte
  • Vollkorngetreide
  • Grüntee

Schlechte Säurebildner

  • Speisen und Getränke, die (versteckten) Zucker enthalten (Süßigkeiten, Kuchen, Gebäck)
  • Industriell hergestellte Fertigprodukte voller Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker
  • Fast Food
  • Getreide und Weißmehl
  • Tierisches Eiweiß (Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte)
  • Kohlensäurehaltiges Mineralwasser
  • Limonaden, Cola
  • Alkohol
  • Kaffee
  • Zigaretten

Diese Lebensmittel stehen in unserer Zivilisation bei der Mehrzahl der Menschen leider täglich auf dem Speiseplan, sodass es nicht verwunderlich ist, dass der Großteil der Bevölkerung über unspezifische Krankheitsbilder klagt, bei deren Aufklärung die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt.

Fazit

Die Übersäuerung unseres Körpers kann im Grunde als eigenständige Krankheit (bedingt durch einen ungesunden Lebensstil) sowie auch als Ursache für eine Reihe weiterer Zivilisationskrankheiten angesehen werden. Um einer Übersäuerung des Körpers vorzubeugen, ist es empfehlenswert, auf eine basenüberschüssige Ernährung zu achten, d.h. viel Obst, Gemüse, Salat, Kartoffeln, stilles Wasser und Zitronensaft zu sich zu nehmen. Eine basenüberschüssige Ernährung sollte unserer Meinung nach fester Bestandteil jeder Therapie sein – allein durch die richtige Ernährung, die den Körper optimal in seiner Arbeit unterstützt, könnten zahlreiche Beschwerden vermindert oder beseitigt werden. Einen guten Einstieg bietet hier die Ernährung nach Clean Eating, die auf Zucker verzichtet und bei der natürliche Nahrungsmittel im Vordergrund stehen.

Darüber hinaus hilft moderate Bewegung dem Körper dabei, überschüssige Säuren abzubauen. Auch die Stressreduktion ist ein wichtiger Faktor, um den Körper bestmöglich zu unterstützen – eine regelmäßige Yoga- und Meditationspraxis ist ein ausgezeichnetes Mittel, um sich auf das Wesentliche zu besinnen und dem Alltagsstress zu entfliehen. Wann immer dies möglich ist, sollte auch viel Zeit in der Natur verbracht werden – die Verbindung mit Mutter Erde einzugehen, ist immer hilfreich, um Kraft zu tanken und das Wohlbefinden zu stärken.


Diana

„What you seek is seeking you“ (Rumi)

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