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Darmpilz Candida: Meine Erfahrungen & Tipps

Der Darmpilz Candida albicans: Ein Kapitel auf unserem Weg, das uns sehr geprägt hat. Bei Tobi wurde der Befall mit Candida durch die Schwermetallbelastung ausgelöst, in meinem Fall konnte der Hefepilz sich durch eine Dysbiose, also eine Besiedlung des Darms mit krankmachenden Darmbakterien, ausbreiten.

In diesem Beitrag möchte ich gerne meine persönliche Geschichte mit euch teilen. Der Befall mit Candida albicans (der natürlicherweise in unserem Darm vorkommt, aber gefährlich werden kann, wenn er sich zu stark ausbreitet) wird von der Schulmedizin leider noch nicht als „echte Krankheit“ anerkannt. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass die übermäßige Belastung des Darms mit dem Darmpilz Candida für betroffene Patienten sehr viel Leid bedeuten kann.

Wie äußerte sich der Befall mit dem Darmpilz Candida?

In meinem Fall zeigte die Infektion mit Candida sich durch Hautprobleme, Verdauungsprobleme, psychische Probleme und Gewichtszunahme. Beschwerden, die übrigens häufig auf eine gestörte Darmflora und übermäßige Belastung mit Hefepilzen wie Candida albicans hindeuten!

Als der Darmpilz am stärksten ausgeprägt war, sah man mir den Befall förmlich an: Meine Haut im Gesicht wirkte teigig, sie war gerötet, gereizt und übersät mit entzündeten Pickeln und Pusteln. Viel zu lange habe ich diesen Zustand so hingenommen und auf Ursachen wie die hormonelle Umstellung nach Absetzen der Pille zurückgeführt. Das funktionierte so lange, bis weitere Beschwerden hinzukamen: Obwohl ich mich überwiegend gesund ernährte, nahm ich unnatürlich viel Gewicht zu. Zusätzlich wurde meine Lebensqualität durch einen stark aufgeblähten Bauch eingeschränkt. Irgendwann war es so weit, dass er nach jeder kleinen Mahlzeit sofort aufging wie ein Ballon, was wirklich sehr unangenehm war.

Etwas, das mir außerdem zu denken gab, war das immer häufiger auftretende Herzrasen (welches vermutlich durch den ständig aufgeblähten Bauch verursacht wurde). Parallel dazu wurde auch meine psychische Verfassung immer schlechter. Stressige Situationen führten zu totaler Überforderung und irgendwann konnte ich selbst alltägliche Aufgaben kaum noch bewältigen. Grund hierfür waren vermutlich die Gifte, die von Darmpilzen wie Candida ausgestoßen werden. Panikattacken, Angstzustände, ein ständiger Fluchtreflex, Schlafstörungen und Erschöpfung ließen mich schließlich einen Heilpraktiker aufsuchen, der durch einen speziellen Test, das Bioresonanzverfahren, schließlich die Infektion des Dick- und Dünndarms mit Candida feststellen konnte.


Wie sieht die Behandlung des Darmpilz Candida aus?

Um die Candidose, also die Infektion des Darms mit zu vielen Hefepilzen, in den Griff zu bekommen, ist eine Umstellung der Ernährung unvermeidbar. Industriell verarbeitete Lebensmittel, Zucker (auch Fruchtzucker) und einfache Kohlenhydrate sind, ebenso wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte, tabu.

Im Gegenzug sollten reichlich milchsäurehaltige Produkte wie Sauerkraut oder Kimchi, Pseudogetreide (z.B. Quinoa, Canihua, Amaranth oder Buchweizen), Hülsenfrüchte, Nüsse und viel frisches Gemüse auf den Tisch kommen. Wie ihr versteckten Zucker vermeiden könnt, könnt ihr hier nachlesen, und allgemeine Infos zum Clean Eating findet ihr hier.

Wichtig: Von einer sehr strikten Diät oder gar einer Fastenkur wird bei einem Befall mit dem Darmpilz Candida abgeraten, dies könnte sogar gefährlich werden. Grund: Auch Pilze sind „Lebewesen“, die sich gegen ihre Ausrottung wehren. Versucht man, den Pilz im Darm durch eine Diät in Form von Nahrungsverzicht auszuhungern, so kann es passieren, dass er sich andere Wege sucht, um zu überleben.

Im schlimmsten Fall frisst der Pilz sich durch die Darmwand des Menschen, gelangt ins Blut sowie in andere Organe und kann dort noch viel größeren Schaden anrichten. Für Personen, deren Immunsystem bereits geschwächt ist (z.B. durch Krankheiten wie Krebs oder AIDS), kann dies lebensbedrohlich sein. Eine geeignete Therapie für die Bekämpfung von Candida sollte unbedingt mit einem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt werden!

Zusätzlich zur Ernährungsumstellung wurde meine Therapie durch das Schleimhauttherapeutikum Synerga* unterstützt.

Meine Candida-Diät

Mein Frühstück bestand meist aus einem Chia-Pudding mit Nüssen und Kokoschips oder einem Buchweizenbrei mit Mandelmus. Mittags habe ich mir einen großen bunten Salat mit Apfelessig und Zitronensaft zubereitet (oft habe ich den Salat auch noch durch frisches Sauerkraut ergänzt) und abends gab es gedünstetes Gemüse, selten habe ich auch mal ein Rührei gegessen. Wenn ich zwischendurch hungrig wurde, habe ich meist auf Nüsse und/oder rohes Gemüse zurückgegriffen. Ich habe mir aber Mühe gegeben, bei drei Mahlzeiten am Tag zu bleiben, um meinen Darm zu entlasten. Das habe ich für einige Wochen so beibehalten, um sicherzustellen, dass mein Körper während der „Diät“ mit ausreichend Nähr- und Mineralstoffen versorgt wurde.

Als die Beschwerden weniger wurden, integrierte ich nach und nach wieder etwas fruchtzuckerarmes Obst und vollwertige Kohlenhydrate in meine Ernährung. Die Disziplin zahlte sich aus: Ein weiterer Test beim Heilpraktiker ergab, dass bereits deutlich weniger Pilze im Darm vorhanden waren.

Weitere Faktoren, die bei Candida berücksichtigt werden sollten

Neben körperlichen Ursachen können auch emotionale Faktoren für den Ausbruch von Candida verantwortlich sein. Umgekehrt können diese im Rahmen der Therapie aber auch gezielt eingesetzt werden, um ihn zu bekämpfen. Stress, Hektik und negative Emotionen sollten im Rahmen der Therapie möglichst vermieden werden, da sie die Vermehrung des Darmpilz Candida begünstigen können. Ich habe versucht, mich auf einen liebevollen Umgang mit meinem Körper zu konzentrieren und keinen unnötigen Druck aufzubauen. Positive Affirmationen sind wunderbar geeignet, um die Heilungsprozesse des Körpers zu unterstützen.

Grundsätzlich ist die Einnahme von Antibiotika immer problematisch, da Antibiotika nicht nur die schlechten, sondern auch die guten Bakterien im Darm zerstören. Dadurch hat der Darmpilz leichtes Spiel. Ich habe in der Vergangenheit häufig unter Blasenentzündungen gelitten, die entsprechend mit Antibiotika behandelt wurden. Nachdem ich meine Essstörung (inklusive psychischem Stress) überwunden hatte, aß ich viel mehr zuckerhaltige Lebensmittel als sonst – in Kombination ist das natürlich keine Wohltat für den Darm. Sofern sich eine Einnahme von Antibiotika nicht verhindern lässt, sollte die Darmflora parallel zur Antibiotika-Therapie unbedingt mit geeigneten Präparaten (wie beispielsweise diesem* hier) aufgebaut werden. Eine sehr zuckerreiche Ernährung ist grundsätzlich Gift für die Darmflora. Hier hilft es, die Geschmacksnerven von Industriezucker und verarbeiteten Lebensmitteln zu entwöhnen und sich stattdessen vollwertig und pflanzenbasiert zu ernähren.

Da unsere Darmgesundheit auch unter der Belastung mit Alltags- und Umweltgiften leidet, ist es außerdem sinnvoll, regelmäßig zu entgiften. Die Begleitung durch einen ganzheitlich praktizierenden Arzt oder Heilpraktiker wird hier unbedingt empfohlen!


Diana

„What you seek is seeking you“ (Rumi)

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