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5 Ayurveda-Tipps für deinen Alltag

Es gibt etwas zu feiern! Seit kurzem bin ich offiziell Ayurveda Practitioner 🙂 Ich darf also das uralte Wissen der Veden anwenden, um präventiv hinsichtlich Ernährung und Lebensstil zu beraten. Ayurveda fasziniert mich seit vielen Jahren und konnte mir bei der Linderung mehrerer Krankheiten erfolgreich helfen. Wörtlich übersetzt bedeutet Ayurveda „Die Wissenschaft (oder besser: Weisheit) vom langen, gesunden und glücklichen Leben.“ Nicht weniger verspricht der Ayurveda uns, wenn wir uns an seine Empfehlungen halten.

Der Ayurveda gibt vielseitige Empfehlungen zum Erhalt unserer Gesundheit und zeichnet sich dadurch aus, dass er den Menschen ganzheitlich und individuell betrachtet. Viele Empfehlungen können erst nach Ermittlung der jeweiligen spezifischen Konstitution ausgesprochen werden, doch einige Tipps aus dem Ayurveda sind für alle Konstitutionen empfehlenswert und können unser Wohlbefinden immens steigern – diese Ayurveda-Tipps sind einfach, aber sehr wirkungsvoll, sodass ich sie euch nicht vorenthalten möchte!

1. Trink über den Tag verteilt heißes Wasser

Das wohl einfachste und günstigste Heilmittel der Welt: Heißes Wasser! Idealerweise trinkt man es morgens nach der ayurvedischen Reinigungsroutine (siehe Punkt 5) sowie tagsüber in kleinen Schlucken. Was macht das heiße Wasser so gesund? Es reinigt den Körper sehr effektiv, beseitigt unechte Hungergefühle, verbessert die Verdauung und sorgt für einen klaren Kopf. Das Wasser sollte idealerweise für 10 Minuten im Topf abgekocht werden – alternativ tut es aber auch der Wasserkocher 😉 Wer grundsätzlich viel Hitze hat, sollte das Wasser nicht allzu heiß trinken.


2. Starte mit einem warmen Frühstück in den Tag

Die Zeit, zu der wir normalerweise frühstücken, fällt in die sogenannte Kapha-Zeit. Das ist eine Phase, in der unser Verdauungssystem dazu neigt, eher träge zu sein, denn unser Agni (das Verdauungsfeuer) brennt noch nicht allzu stark. Zu den klassischen Ayurveda Tipps gehört daher, den Tag mit einem leichten, warmen Frühstück zu beginnen, das den Magen nicht zu sehr belastet. Brot, Käse, Eier und Kaffee mit Milch sind im Ayurveda gar nicht gern gesehen! Hier findet ihr ein Rezept für einen ayurvedischen Frühstücksbrei, den ihr je nach Gusto abwandeln könnt. Wer morgens noch keinen Hunger verspürt, kann das Frühstück auslassen oder nur eine Kleinigkeit zu sich nehmen. Stichwort Körperintelligenz 😉 Womit wir auch schon zu Punkt 3 kommen!

3. Iss nur, wenn du wirklich Hunger verspürst

Mal ehrlich: Wie oft essen und snacken wir, obwohl wir gar kein Hungergefühl verspüren? Laut Ayurveda ein absolutes No-Go, denn die übermäßige Nahrungszufuhr kann zahlreiche Ungleichgewichte herbeiführen, die, wenn nicht rechtzeitig erkannt, zu ernsthaften Erkrankungen werden können. Grundlage für eine gute Gesundheit ist ein gleichmäßig loderndes Agni, welches wir durch die Zufuhr von zu viel oder der falschen Nahrung regelrecht ersticken. Ein echtes Hungergefühl (erkennbar am knurrenden Magen) ist daher obligatorisch, bevor wir Nahrung zu uns nehmen. Gleichzeitig ist es auch wichtig, auf das natürliche Sättigungsgefühl zu hören und das Essen einzustellen, sobald wir satt sind.

4. Kombiniere Milchprodukte und Obst nicht miteinander

Milchprodukte sind im Ayurveda aufgrund ihrer kalten und schleimigen Eigenschaften eher nicht zu empfehlen. Ein echtes Problem hat unser Verdauungssystem, wenn wir Milchprodukte mit (sauren) Früchten kombinieren. Heute wundere ich mich gar nicht mehr über die Blähungen, die mich früher plagten, nachdem ich zum Frühstück einen Joghurt mit Apfel und Haferflocken gegessen hatte…

5. Errichte dir eine kleine Morgenroutine

Über Nacht lösen sich Giftstoffe (Ama) im Körper, die sich beispielsweise in unserem Mund sammeln. Aus diesem Grund empfiehlt der Ayurveda, den Mund am Morgen gründlich zu reinigen, damit die Gifte mit der Nahrungsaufnahme nicht wieder zurück in den Körper gelangen. Wichtig ist die Reinigung der Zunge mittels Zungenschaber* (der unbedingt aus Kupfer oder Edelstahl sein sollte, nicht aus Plastik), das Zähneputzen, die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide sowie das sogenannte Ölziehen. Hier wird reines Sesamöl* für ca. 10 Minuten im Mund hin- und herbewegt und danach in den Mülleimer entsorgt (bitte keinesfalls schlucken oder in das Waschbecken spucken!). Ein riesiger Vorteil dieser Routine ist, dass sie dem Tag von Beginn an Struktur verleiht – ich habe sie inzwischen sehr liebgewonnen und möchte sie keinesfalls mehr missen.

Waren diese Ayurveda-Tipps für dich hilfreich? Hast du auch schon Erfahrungen mit dieser wundervollen Wissenschaft gesammelt oder möchtest du mehr darüber erfahren? Dann freue ich mich über deinen Kommentar 🙂


Diana

„What you seek is seeking you“ (Rumi)

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